WESTUNGARN-BURGENLAND: Busreise zu romanischen Schätzen

Reisevorschlag HUK79

Besuchte Länder: Österreich, Ungarn

Ihr Reiseleiter Toni Kalkbrenner: „Was vor 1921 Deutsch Westungarn hieß, ist das heutige Burgenland und das heutige Westungarn scheint wieder mit dem Amputierten zusammen zu wachsen. Über 1000 Jahre bildeten die Beiden einen Vorhang aus Wällen und Pfählen gegen den „Westen“. Östlich von Leitha und Lafnitz wurden Grenzwächter angesiedelt. Deutsche Kaiser, Babenberger Herzöge und Habsburger, einfallende Mongolen und Tataren bekriegten dieses seit dem Mittelalter zum Königreich Ungarn gehörige Grenzland. Kirchliche Architektur setzt nicht erst im 12. Jahrhundert ein – wie man lange meinte -, sondern lässt sich archäologisch bis ins 9. Jh. in die karolingische Zeit zurückverfolgen.
Auf unserer Kurzreise möchten wir gerade das bislang Unbeachtete neben längst Bekanntem in den Mittelpunkt stellen – von Hidegseg bis Zahling….“

Reiseverlauf  

Um 08.00 Uhr Bus-Abfahrt vom Hauptbahnhof Wien.
Um 09.00 Uhr Treffpunkt/Zustieg in Eisenstadt am Kalvarienbergplatz,
bei der berühmten Bergkirche am Kalvarienberg. Kurze Pause und Fahrt nach Rust. Besichtigung der Fischerkirche (ehem. Pfarr- und Wehrkirche St. Pankratius/St. Ägidius), die im Kern eine frühmittelalterliche Saalkirche (Ende 11.–12. Jh.) ist, die auf Resten eines römischen Wachtturms ruht. Später wurde sie zur Marienkapelle (13. Jh.) umgebaut. Wir bewundern die reiche Ausmalung und die berühmte „Klangtöpfe“ in den Gewölben. Heute wird die Kirche nur mehr museal genutzt.
Anschließend individuelle Mittagspause.
Weiterfahrt nach Ungarn nach Hidegség (bei Fertő) und Besuch der St.-Andreas-Kirche (Rotunde): Ein mittelalterlicher Bau mit seltener rotundaler Kernsubstanz aus dem 12.–13. Jh. sowie Fresken um 1250 nach dem Mongolensturm. Fahrt nach Sopron/Ödenburg: Besuch der St. Michael Kirche (Szent Mihály-templom), der ältesten erhaltenen Pfarrkirche Soprons, erstmals um 1278 erwähnt. Die Kirche hat romanischen Ursprung (Turmunterbau und Teile der Mauern) und wurde später gotisch erweitert. Hier wurden die ungarischen Krönungskleinodien bei Aufenthalten in Sopron verwahrt. Hotelbezug für eine Nacht in Sopron.

Fahrt nach Lébény zur riesigen Pfarrkirche St. Jakob (Szent Jakab), einer romanischen, dreischiffigen Basilika (frühes 13. Jh.) mit zwei Westtürmen und halbrunden Apsiden. Durch die vorbildhafte Klarheit der Gliederung, die feinen profilierte Portale, zählt sie zu den wichtigsten Bauten der der ungarischen Romanik.
Weiterfahrt nach Szombathely/Steinamanger und Möglichkeit für eine (späte) Mittagspause. Besuch im Iseum, dem Nachbau des wichtigen Tempels der ägyptischen Göttin Isis im römischen Savaria. Außenbesichtigung der ehemaligen Synagoge, die nach Plänen des Wiener Architekten Ludwig Schöne im maurischen Stil erbaut wurde. Anschließend begeben wir uns auf die Spuren des hl. Martin, der um 317 im römischen Savaria geboren wurde. Besuch der Martinskirche. Stadtrundgang zur Kathedrale. Hotelbezug für zwei Nächte in Szombathely.

Ausflug nach Ják zur Benediktiner-Abteikirche St. Georg (Szent György).
Der Bau der Kirche datiert in die frühen 1200er Jahre und die Weihe erfolgte 1256. Sie ist eine dreischiffige, spätromanische Basilika mit mächtigem Doppelturm-Westwerk und einem außerordentlich reich skulptierten Portal (Apostelfiguren, Pantokrator im Tympanon). Weiterfahrt nach Csempeszkopács (Vas) zur Pfarrkirche St. Michael: Die Kirche zeigt einen romanischen Kern (12.–13. Jh.) mit Turm und frühgotischen Elementen. Im Inneren befinden sich bedeutende mittelalterliche Freskenreste. Fahrt nach Österreich und in Deutsch Schützen Besuch der kleinen Martinskirche am Feld. Weinverkostung und Heurigenjause.
Rückkehr nach Szombathely.

Fahrt nach Zahling zur Kirche des hl. Laurentius: In der kleinen einschiffigen Kirche mit romanischer Halbkreisapsis (13. Jh.) wurden bei jüngeren Restaurierungen wurden bemerkenswerte, früh- bis hochgotische Fresken (1. Hälfte 14. Jh.) freigelegt. Weiterfahrt und Besichtigung der Pfarrkirche Güssing, die dem hl. Jakobus d. Ä. geweiht ist. Die Kirche, die nur mehr als Friedhofskirche genutzt wird, ist karolingischen Ursprungs: Errichtet im 9. Jahrhundert, wahrscheinlich durch die Heiligenkreuzer Zisterzienser, die in der Region Besitz hatten. Im Spätmittelalter wurde die Kirche gotisch umgebaut (größerer Chor, Netzgewölbe) und im 18. Jh. barockisiert. Möglichkeit zur Mittagspause in einem Gasthaus.
Abschließender Besuch der Kirche des hl. Ladislaus in Sziget in der Wart.
Sie ist im Kern eine karolingische Kirche mit bedeutenden Freskenfragmenten. Rückfahrt über Eisenstadt nach Wien (Ankunft voraussichtlich 19.00 Uhr).

Burg Güssing, Fischteich, Burgenland, Österreich © © Rainer Mirau

Weitere Informationen  

Reisedauer: 4 Tage; siehe unsere Reisebedingungen

Wir antworten gerne Ihre Fragen zu diesem Reisevorschlag.