TÜRKEI: Südosten – von Edessa in den TurAbdin

Reisevorschlag TR5Q0001

Der Südosten der Türkei liegt etwas abseits der großen Touristenströme. Und doch beherbergt er eine Vielzahl antiker, biblischer und mittelalterlicher Stätten, die einen Besuch lohnen. Harran war Wohnsitz der Sippe des Erzvaters Abraham. Die Zeit des frühen Christentums und der Kreuzfahrer wird lebendig in Edessa. Weiterer Höhepunkt der Reise ist der Besuch auf dem Nemrud Dag, wo Grabhügel und Götterstatuen vom späthellenistischen Königreich Komagene zeugen. Die Reise endet im historischen Gebiet des TurAbdin, das im Zweistromland liegt. Hier leben noch heute einige syrisch-orthodoxe Christen in aramäischen Klöstern und Dörfern. Die Region ist bekannt für ihre beeindruckenden Klosteranlagen, wie das Kloster Mor Gabriel und das Kloster Deir Zafaran, die zu den ältesten und bedeutendsten christlichen Stätten der Welt gehören. Die Region bietet eine einzigartige Kombination aus Geschichte, Kultur und landschaftlicher Schönheit, die jeden Besucher in ihren Bann zieht.

Harran als Wohnsitz von Abraham

Das Edessa der Kreuzfahrer

Begegnung mit syrisch-orthodoxen Christen

Besteigung des Nemrud Dag

Reiseverlauf  

Flug mit Linienmaschine von Wien/Salzburg/München via Istanbul nach Sanliurfa. Hotelbezug in Sanliurfa, dem einstigen Edessa, für zwei Nächte.

Ausflug in das südlich gelegene Harran, dem heutigen Altinbasak, mit seinen eigenartigen Bienenkorbhäusern, einst Wohnsitz der Sippe des Erzvaters Abraham (Gen 11,31). Rückkehr nach Sanliurfa, dem früheren Edessa (aramäisch „Urhoj“): Nachdem der aramäische König Abgar V. von Apostel Addai (Taddäus) zum Christentum bekehrt wurde, wurde die Stadt zum Zentrum des aramäischen Christentums und seiner Sprache. Besuch der Kreuzritterkirche, des Halil-Rahman-Gölu („Abrahamsteich“) und der Abd-ar-Rahman-Medrese mit Abrahamsgrotte.

Fahrt nach Göbekli-Tepe: Besuch der neu ausgegrabenen Kultstätte aus dem 12. Jt.v.Chr. mit riesigen Orthostaten, wo unsere klassische Geschichtsvorstellung verändert wird. Vorbei am Atatürk-Stausee, der die Wasser des Eufrat staut, nach Adiyaman: Besichtigung der syrisch-orthodoxen Peter und Paul-Kirche. Nach Möglichkeit Begegnung mit dem syrisch-orthodoxen Erzbischof. In Kahta Hotelbezug für eine Nacht.

Fahrt zur berühmten großen römischen Brücke aus der Zeit von Septimus Severus. Ausflug zu den Ausgrabungen von Eski Kahta, dem einstigen Arsameia am Nymphaios und in den Nemrud Dag Nationalpark: Aufstieg (ca. 60 Min.) auf den 2.159 m hohen Nemrud Dag mit Besichtigung der eindrucksvollen Götterstatuen und des Grabhügels König Antiochos I. von Komagene (69 – 36 v.Chr.), der dieses Heiligtum als Grabstätte für sich anlegen ließ. Abfahrt vom Berg über Karadut. Weiterfahrt über die moderne Hängebrücke über den Atatürk-Stausee ins Zweistromland nach Diyarbakir, das auf einer Hochterrasse über dem Tigris erbaut ist. Hotelbezug für eine Nacht.

Eingehende Besichtigung von Diyarbakir: Stadtmauer aus schwarzem Basalt mit eindrucksvollen Toranlagen und Ayyubiden-Moschee (Ulu Camii ehemals Thomas Kirche) sowie die Kirchen (Meryem Ana Kilisesi und die einstige Georgskirche in der Zitadelle. Auf der Weiterfahrt Halt bei der eindrucksvollen römische Tigrisbrücke, die aus Basalt errichtet wurde. Längere Fahrt nach Mardin und Hotelbezug für zwei Nächte.

Im TurAbdin, dem „Berg der Diener Gottes“, Besuch ausgewählter Dörfer und syrisch-orthodoxer Klöster der einen aramäischen Dialekt sprechenden, syrisch-aramäischen Christen: Kurze Fahrt nach Deir Zafaran, welches 630 Jahre lang Sitz des syrisch-orhodoxen Patriarchen von Antiochien gewesen ist. Besichtigung des Klosters und des alten Sonnentempels. Teilnahme am Mittagsgebet. Rückkehr nach Mardin Besichtigung der neu renovierten Kirche der 40 Märtyrer, die zu den schönsten Kirchen der Gegend gehört und Rundgang durch die eindrucksvolle Stadtanlage, die von der großen Zitadelle bekrönt wird.

Fahrt zum Kloster Mor Gabriel, das geistige Zentrum des TurAbdin. Am Nachmittag Besuch im Kloster Mor Yakob in Salah und der einzigartigen Marienkirche von Hah in Anitli, die als Perle des Tur Abdin gilt und mit den „Drei Weisen aus dem Morgenland“ in Verbindung gebracht wird. In der Antike war Hah als Königstadt und erster Bischofssitz des TurAbdin bekannt. Die Stadt Midyat ist für ihre Silberarbeiten und Steinmetzkunst bekannt: Besichtigung und Hotelbezug für eine Nacht.

Fahrt zum neuen Flughafen von Sirnak und Rückflug über Istanbul nach Wien/Salzburg/München.

Tuerkei_Nemrud-Dag © Biblische Reisen

Weitere Informationen  

Reisedauer: 153 Tage; siehe unsere Reisebedingungen

Wir antworten gerne Ihre Fragen zu diesem Reisevorschlag.