Slowakei: Zipser Land und Hohe Tatra

Reisevorschlag SK6G0001

Eine Reise ins Zipser Land ist eine Begegnung mit Geschichte, Kultur und einer Region, deren Vielschichtigkeit oft im Schatten der bekannteren touristischen Ziele Mitteleuropas steht. Zwischen sanften Hügeln alten Städten und traditionsreichen Dörfern entfaltet sich ein Bild, das geprägt ist von jahrhundertealten Spuren deutscher, slowakischer, ungarischer und slawischer Kultur. Die Zips war einst eine bedeutende Region des ungarischen Königreichs. Es war die Heimat der Zipser Sachsen, deren Einfluss sich noch heute in der Architektur, in Geschichten und in den Bräuchen der Menschen widerspiegelt.

Reiseverlauf  

Fahrt von Wien über Bratislava nach Nitra eine der ältesten Städte der Slowakei, einst Zentrum des Großmährischen Reiches und ältester Bischofssitz des Landes. Spaziergang durch das historische Burgviertel mit Ausblick auf das Zobor-Gebirge und die Stadt. Besichtigung der Kathedrale des hl. Emmeram. Die Kathedrale bildet das spirituelle Zentrum der Burg und beeindruckt mit ihrer einzigartigen Verbindung dreier Baustile. Besonders sehenswert ist hier der Hauptaltar in der Unteren Kirche, der die Kreuzabnahme zeigt – ein Werk des österreichischen Bildhauers Josef Pernegger, geschaffen nach einem Gemälde von Domenico Volter. Außenbesichtigung des Bischofspalastes. Anschließend Weiterfahrt zur einzigartigen Holzkirche in Hronsek. Die im Jahr 1726 fertiggestellte evangelische Artikularkirche wurde vollständig aus Holz errichtet und bietet Platz für rund 1.100 Personen. Sie zählt seit 2008 zum UNESCO-Weltkulturerbe und gehört zu einer Gruppe von acht erhaltenen Holzkirchen im Karpatenbogen. Mittagspause in Banská Bystrica mit anschließendem Rundgang durch die denkmalgeschützte Altstadt. Weiter in die Hohe Tatra nach Tatranska Lomnica. Hotelbezug für vier Nächte. Die Abendessen werden im Hotel eingenommen.

Fahrt in die ostslowakische Metropole Kosice, die als zweitgrößte Stadt der Slowakei nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell von großer Bedeutung ist. Mit ihren traditionsreichen Universitäten, dem neobarocken Theater und der staatlichen Philharmonie gilt Košice zu Recht als die „Perle der östlichen Slowakei“. Stadtführung durch das historische Zentrum, in dem zahlreiche kulturelle Denkmäler konzentriert sind. Mittelpunkt der lebendigen Fußgängerzone ist der spindelförmige Hauptplatz, der zu den schönsten des Landes zählt. Überragt wird er vom imposanten Dom der hl. Elisabeth – der größten Kirche der Slowakei und zugleich der östlichsten gotischen Kathedrale westlichen Typs in Europa. Auf der Rückfahrt kurzer Zwischenstopp in der charmanten Stadt Prešov. Hier haben Sie Gelegenheit zur individuellen Kaffee-/bzw. späten Mittagspause auf dem prachtvollen Hauptplatz (Hlavna ulica). Diese elegante, von barocken, gotischen und Renaissance-Bürgerhäusern gesäumte Flaniermeile zählt zu den schönsten Stadtplätzen der Ostslowakei. Kleine Cafés und lokale Geschäfte laden zum Verweilen ein und vermitteln das authentische Flair dieser geschichtsträchtigen Stadt. Auf der Rückreise zum Hotel machen Sie noch einen Fotostopp bei der Zipser Burg (Spissky hrad) – eines der imposantesten Burgareale Mitteleuropas und UNESCO-Weltkulturerbe.

Fahrt nach Levoca, dessen imposante, noch weitgehend erhaltene Stadtbefestigung schon von weitem die Bedeutung dieser Stadt im Mittelalter andeutet. Besonders eindrucksvoll ist der große rechteckige Marktplatz, umrahmt von gut erhaltenen Bürgerhäusern und dem alten Rathaus. Höhepunkt unseres Besuchs ist die St.-Jakobs-Kirche, die nicht nur wegen ihrer elf Altäre aus der Gotik und Renaissance beeindruckt, sondern vor allem durch den weltweit höchsten gotischen Holzaltar des Meisters Paul von Leutschau – mit über 18 Metern ein Meisterwerk spätgotischer Schnitzkunst. Rückfahrt zum Hotel individuelle Mittagspause und am Nachmittag Freizeit zum Erholen.

Fahrt nach Kezmarok: Besuch der evangelischen Holzkirche aus dem Jahr 1717, ein vollständig aus Holz errichtetes Meisterwerk, das ohne einen einzigen Nagel erbaut wurde und heute zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Der reich verzierte Innenraum mit geschnitztem Altar, Orgel und Empore ist ein eindrucksvolles Zeugnis protestantischer Baukunst im barocken Stil. Gleich gegenüber erhebt sich ein weiterer architektonischer Schatz: die Neue Evangelische Kirche, errichtet im neobyzantinischen Stil nach Plänen von Theophil Hansen. Mit ihrer imposanten Kuppel und der markanten rötlichen Fassade bildet sie einen starken Kontrast zur schlichten Holzkirche. Das Innere der Kirche beeindruckt durch seine klare Gestaltung und das harmonische Zusammenspiel von Licht, Raum und Farbe. Besuch der bedeutenden evangelische Lyzealbibliothek mit ihren alten Handschriften. Anschließend Fahrt durch das landschaftlich reizvolle Tal des Dunajec-Flusses in Richtung Pieninen-Nationalpark. Individuelle Mittagspause in einem traditionellen Gasthaus. Am Nachmittag Floßfahrt auf dem Dunajec. Auf traditionellen Holzflößen, gesteuert von erfahrenen Flößern in regionaler Tracht, gleiten wir durch die imposante Dunajec-Schlucht. Die steilen Felswände, die uns auf beiden Seiten umgeben, ragen bis zu 300 Meter in die Höhe und bieten spektakuläre Ausblicke auf das Grenzgebiet zwischen der Slowakei und Polen. Rückfahrt zum Hotel.

Nach dem Frühstück brechen wir auf in Richtung Trencin: Rundgang durch die malerische Altstadt mit charmanten Gassen, barocken Fassaden und liebevoll restaurierten Bürgerhäuser. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten zählt das sogenannte „Henkershaus“, das heute als Teil des Stadtmuseums einen Einblick in die lokale Geschichte bietet. Außenbesichtigung der Synagoge – eine der architektonisch bemerkenswertesten ihrer Art in der Slowakei, die noch heute als kultureller Veranstaltungsort genutzt wird, derzeit aber wegen Renovierung geschlossen ist. Individuelle Mittagspause und Freizeit: Hoch über der Stadt thront die mächtige Trenciner Burg. Wer möchte, kann sie individuell besichtigen und von dort den herrlichen Ausblick über das Waagtal genießen. Auf der Heimfahrt machen wir – sofern es die Zeit erlaubt – noch einen kurzen Halt in Trnava. Die Stadt, oft als „slowakisches Rom“ bezeichnet, beeindruckt mit ihrer Vielzahl an Kirchen und ihrer charmanten Altstadt. Heimfahrt nach Wien.

Slowakei © Jakub Halun

Weitere Informationen  

Reisedauer: 5 Tage; siehe unsere Reisebedingungen

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