ÖSTERREICH: Verborgene Kunstschätze im burgenländisch/niederösterreichischen Grenzraum

Reisevorschlag ATK79

Ihr Reiseleiter Toni Kalkbrenner: „An den Ausläufern der Buckligen Welt befinden sich im Burgenland zwei Orte mit Fundamenten frühmittelalterlicher Kirchen (9.Jh.): Oberschützen und Goberling. Sie bilden den Anfang unserer viertägigen Reise zu den Wehrkirchen im Süden Niederösterreichs. Von 1500 an – nach dem Fall von Konstantinopel (1453) – rückten die Osmanen nach Mitteleuropa vor – und das bedeutete Bedrohung für Leib und Leben. Holzbauten boten kaum Schutz, aber Kirchen aus Stein mit Wehrmauern und Verteidigungsanlagen dienten dem Sicherheitsbedürfnis. Von diesen Wehrkirchen und den entsprechenden Vorrichtungen ist auch nach deren Bedeutungslosigkeit nach 1700 noch manches erhalten geblieben, das einen Einblick in das „System Wehrkirchen“ ermöglicht. Die Wehrkirchenlandschaft der Buckligen Welt ist eine europäische Besonderheit, die in der Gemeinde Edlitz in einer eigenen Dokumentation präsentiert wird“.

Drei Nächte im Standorthotel in Kirchschlag

Entdeckung der Wehrkirchen der Buckligen Welt

Romanik, Gotik und einzigartige mittelalterliche Wandmalereien

Reiseverlauf  

Um 08.00 Uhr Bus-Abfahrt vom Hauptbahnhof Wien in Richtung Bucklige Welt.
Die erste Station ist Goberling, wo wir die ehemalige katholische, heute evangelische Filialkirche besichtigen. Der romanische Bau beeindruckt mit seinen kostbaren frühgotischen Fresken, die der heiligen Elisabeth gewidmet sind und zu den bedeutendsten mittelalterlichen Wandmalereien der Region zählen.
Anschließend besuchen wir Oberschützen. Die ehemalige romanische Pfarrkirche des heiligen Bartholomäus, heute Filialkirche, birgt einen außergewöhnlich reichen Bestand an Wandmalereien aus dem 13. und 14. Jahrhundert und gilt als wahres Juwel mittelalterlicher Sakralkunst.
Den Abschluss des Besichtigungsprogramms bildet Kirchschlag in der Buckligen Welt. Die spätgotische Pfarr- und Wehrkirche erhebt sich über den Fundamenten einer romanischen Taufkirche und besitzt ein einzigartiges mittelalterliches Kirchhoftor. Fakultativ besteht Gelegenheit zu einem Spaziergang auf den Kalvarienberg oder zur Besichtigung der Burgruine Kirchschlag.
Hotelbezug in Kirchschlag für drei Nächte.

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Wehrkirchen der Buckligen Welt. Zunächst besuchen wir Edlitz, wo wir im Rahmen einer Führung eine fundierte Einführung in die Wehrkirchen der Region erhalten. Im Anschluss besichtigen wir die dem heiligen Vitus geweihte Wehrkirche, deren eindrucksvolle Befestigungsanlagen die wechselvolle Geschichte des Grenzraums anschaulich widerspiegeln.
Weiterfahrt nach Kirchberg am Wechsel. Die dem heiligen Wolfgang geweihte gotische Pfarrkirche zählt zu den kunsthistorisch bedeutendsten Sakralbauten der Region. Besonders hervorzuheben sind ihre prächtigen Portale sowie die qualitätvolle gotische Kanzel, die ursprünglich aus dem Stift Klosterneuburg stammt.
Zum Abschluss besuchen wir Bad Schönau. Die den Aposteln Petrus und Paulus geweihte Kirche bildet gemeinsam mit dem Pfarrhof und der ehemaligen Burganlage ein eindrucksvolles Wehrsystem und vermittelt anschaulich das enge Zusammenspiel von sakraler und weltlicher Verteidigungsarchitektur.
Rückkehr nach Kirchschlag.

Fahrt nach Lichtenegg, dessen Wehrkirche zu den am Vollständigsten erhaltenen Anlagen dieser Art in Niederösterreich zählt. Die dem heiligen Jakobus dem Älteren geweihte Kirche vermittelt ein eindrucksvolles Bild mittelalterlicher Wehrarchitektur. Anschließend besuchen wir Wiesmath. Der im Kern romanische Kirchenbau, der den Aposteln Petrus und Paulus geweiht ist, besitzt mit seinem integrierten sogenannten „Viehhof“ eine seltene Besonderheit. Diese Anlage bot der Bevölkerung und ihrem Vieh in Zeiten der Bedrohung Schutz innerhalb der befestigten Kirchenanlage.
Weiter geht es nach Pitten, einem der ältesten christlichen Siedlungsorte der Buckligen Welt. Die Kirche zählt zu den frühesten Zeugnissen christlicher Kultur der Region. Hinter der Kirche befindet sich eine Höhle, die seit Jahrhunderten mit der Geschichte des Ortes verbunden ist.
Den Abschluss des Tages bildet Bromberg mit seiner dem heiligen Lambert geweihten Pfarrkirche. Charakteristisch ist der mächtige Chorturm, der als „Bergeturm“ bekannt ist und das Ortsbild weithin prägt.
Rückkehr nach Kirchschlag.

Nach dem Frühstück verlassen wir Kirchschlag und beginnen unsere Heimreise mit weiteren kunsthistorischen Höhepunkten. Erste Station ist Scheiblingkirchen, wo wir die seltene romanische Rundkirche aus dem 12. Jahrhundert besichtigen. Sie ist den heiligen Magdalena und Rupert geweiht und zählt zu den bemerkenswertesten Rundkirchen Österreichs.
Anschließend besuchen wir Lanzenkirchen. Die romanische Kirche des heiligen Nikolaus bewahrt ein bedeutendes Fresko aus dem 13. Jahrhundert, das zu den frühesten Zeugnissen mittelalterlicher Wandmalerei der Region gehört.
Unsere letzte Besichtigung gilt Katzelsdorf. Die ursprünglich romanische, später gotisch erweiterte Dorfkirche zum heiligen Laurentius weist bemerkenswerte Parallelen zur Kirche von Zahling im südlichen Burgenland auf. Zudem erinnern Funde römischer Wegtrassen an die lange Siedlungs- und Verkehrsgeschichte dieses Ortes. Rückfahrt und Ankunft am Hauptbahnhof Wien gegen 19.00 Uhr.

Weitere Informationen  

Reisedauer: 4 Tage; siehe unsere Reisebedingungen

Wir antworten gerne Ihre Fragen zu diesem Reisevorschlag.