FRANKREICH – Burgund
Reisevorschlag FR6Q0001
Der Ruhm Burgunds gründet insbesondere in den großartigen Zeugen der Romanik. In seiner Blütezeit galt das Kloster von Cluny als das „Licht der Welt“ und geistiges Zentrum Europas, das zeitweise mächtiger war als Päpste und Kaiser zusammen. Die Bauplastik von Autun und Vézelay überrascht durch ihre Fülle und fasziniert durch ihre tiefsinnige Bildersprache, die auch von der Weltsicht und dem Bibelverständnis des Mittelalters zeugt. Die Kirchen der Zisterzienser beeindrucken durch ihre Klarheit und Schlichtheit: ein in Stein umgesetztes Vermächtnis des Geistes von Citeaux. In Beaune und Dijon wird der „Herbst des Mittelalters“ lebendig. So führt diese Reise zu Höhepunkten der Kunst, des Weines und durch wunderbare Landschaften.
Reiseverlauf
1. Tag: Aufbruch und Ankommen / einmalig: Christus als Reiter
Am Vormittag Flug mit Linienmaschine der Austrian Airlines von Wien nach Paris und anschließen Transfer nach Auxerre: dort besuchen wir die ehemalige Abteikirche St-Germain, deren Geschichte bis ins 5. Jh. zurückreicht. Hier werden die Reliquien des Märtyrers Mauritius und seiner Gefährten aus der Thebaischen Legion aufbewahrt und verehrt. Die Kathedrale St-Etienne ist ein Hauptwerk burgundischer Gotik mit skulpturenreichen Portalen der Westfassade. Aus romanischer Zeit stammen bedeutende Fresken, so auch die berühmte Wandmalerei „Christus zu Pferde“. Hotelbezug für drei Nächte.
2. Tag: Zisterzienser und Wein
Fahrt nach Bussy Rabutin mit Schloss und Gartenbesichtigung. Weiter zum Zisterzienserkloster Fontenay: Besichtigung der Anlage, die aus der Frühzeit des Ordens stammt und fast vollständig erhalten ist. Danach Fahrt Über Sémur-en-Auxois, einer reizenden mittelalterlichen Stadt. Auf der Fahrt Halt im Weinort Chablis und Weinverkostung.
3. Tag: Am Jakobusweg
Unser Weg führt nach Vézelay, dessen Kathedrale Ste-Madeleine weithin als Höhepunkt der burgundischen Romanik gilt. Mit der Überführung der Reliquien der hl. Maria Magdalena von der Provence nach Vézelay setzte ein reger Pilgerbetrieb ein, der den Ort zum Ausgangspunkt eines Jakobsweges werden ließ. Hier rief Bernhard von Clairvaux zum zweiten Kreuzzug auf und Richard Löwenherz sowie der französische König brachen von hier zum dritten Kreuzzug auf. Wanderung (je nach Witterung) zu dem Punkt, an welchem Bernhard von Clairvaux zum Kreuzzug aufrief – danach Aufstieg zu Fuß zur Basilika und Abstieg auf dem Jakobsweg nach St. Pere sous Vezelay. Weiterfahrt zum Schloss von Bazoches, das Vauban, der berühmte Baumeister von Verteidigungsanlagen, zur Zeit Ludwigs XIV. zu seinem Wohnsitz ausbaute. Rückfahrt durch die romantischen Täler der Cure und Yonne nach Auxerre.
4. Tag: Hauptort des Burgund
Heute fahren wir nach Dijon, der Hauptstadt Burgunds: Rundgang durch die sehenswerte Altstadt; Kathedrale St-Bénigne; Archäologisches Museum mit dem Haupt des Christus von Champmol; Kirche Notre-Dame; ehemaliger Herzogspalast, der heute das Museum der Schönen Künste beherbergt (Sammlungen des Mittelalters und der Renaissance). Die Kartause von Champmol ist die Grablege der burgundischen Herzöge im 14. und 15. Jh. Weiterfahrt in das südliche Burgund nach Dracy-le-Fort: Hotelbezug für vier Nächte.
5. Tag: Altes und neues Mönchstum
Ausflug nach Berzé-la-Ville: Die erhaltenen Fresken aus der Blütezeit Clunys geben einen guten Eindruck vom theologischen Selbstverständnis der Cluniazenser. In Taizé, wo seit dem 2. Weltkrieg die von Frère Roger initiierte ökumenische Gemeinschaft lebt und so ein konkretes Zeichen der Versöhnung unter gespaltenen Christen und getrennten Völkern setzt, besteht Teilnahmemöglichkeit am Mittagsgebet der Brüder in der Eglise de la Reconciliation. Abschließend Besuch in Cluny, das jahrhundertelang Mittelpunkt benediktinischen Lebens und geistiges Zentrum Europas war.
6. Tag: Steinmetzkunst und das Jüngste Gericht
Fahrt nach Autun: Tympanon und Türsturz des Hauptportales sowie die Kapitelle des Mittelschiffs in der Kathedrale St-Lazare gelten als einer der Höhepunkte der Bildhauerkunst in Burgund; Fahr nach Beaune: romanische Kapitelkirche Notre-Dame und Hôtel-Dieu mit Roger van der Weydens „Jüngstem Gericht“.
7. Tag: Kleinode der Romanik und Weinbau
Ausflug nach Chapaize, dessen Dorfkirche St-Martin um 1050 entstand. Im reizvollen Dorf Brancion Besichtigung der romanischen Kirche St-Pierre. Eine Weinverkostung gibt Ihnen Einblicke in die Geheimnisse der Herstellung der berühmten Burgunder-Weine. Letzter Besuchspunkt ist Tournus, wo Sie die frühromanische Kirche St-Philibert, ein einzigartiges Bauwerk lombardischer Romanik, beeindrucken wird.
8. Tag: Abschied um Heimreise
Längere Fahrt zum Flughafen von Lyon und Rückflug nach Wien.
Weitere Informationen
Leistungen
Reisedauer: 365 Tage; siehe unsere Reisebedingungen
Wir antworten gerne Ihre Fragen zu diesem Reisevorschlag.
