ARMENIEN: Auf den Spuren eines unbekannten Kulturerbes der Menschheit

Reisevorschlag AMK89

Die weiten Gebirgslandschaften und Hochebenen Armeniens bergen eine beeindruckende Vielfalt: Kulturlandschaften, historische Siedlungen, frühchristliche und mittelalterliche Kirchen und Klöster, Festungen sowie eine in Europa noch wenig bekannte christliche Tradition und Volkskultur. Kaukasische, orientalische und europäische Einflüsse haben diese Kultur über Jahrtausende geprägt – von der prähistorischen Zeit über die Meisterwerke armenischer Baukunst bis hin zu den einzigartigen Kreuzsteinen. Auch die traditionelle armenische Küche, der melancholische Klang armenischer Musikinstrumente und die besondere Schriftkultur des Landes am Ararat gehören zu diesem kulturellen Erbe. Auf der Reise beschäftigen wir uns mit dem materiellen und immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe ebenso wie mit Kulturgütern, die durch europäische oder amerikanische Projekte gefördert werden. Dabei geht es auch um die Herausforderungen des Kulturgüterschutzes in diesem geopolitisch komplexen Umfeld. An ausgewählten Beispielen wird außerdem gezeigt, wie heute mit Kulturerbe gearbeitet wird und welche Rolle die Menschen vor Ort dabei spielen. Neben kulturellen Entdeckungen soll die Reise auch Genuss für alle Sinne bieten. Kurze Wanderungen in verschiedenen Kulturlandschaften machen erlebbar, wie eng die Bauwerke und Monumente mit ihrer Umgebung verbunden sind. Eine Reise zum Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten!

Ältestes christliches Land der Welt

Faszinierende, vielfältige Landschaften des Südkaukasus

Ararat – nationales und kulturelles Symbol

Besuch am Sewansee, der „blauen Perle“ Armeniens

Landkarte der Route AMK89

Landkarte der Route © Biblische Reisen GmbH

Reiseverlauf  

Am Abend Flug mit Austrian Airlines von Wien in Richtung Armenien
(Voraussichtliche Flugzeiten ab Wien 22:35 Uhr / an Jerewan 03:55 Uhr).

Am frühen Morgen Ankunft in Jerewan und Hotelbezug für drei Nächte. Zeit zum Ausruhen und für ein spätes Frühstück. Gegen Mittag beginnt unser Besichtigungsprogramm mit dem Historischen Museum Armeniens, das mit seinen bedeutenden Sammlungen einen hervorragenden Überblick über die jahrtausendealte Geschichte und Kultur des Landes vermittelt. Nach Möglichkeit Begegnung mit der Museumsleitung. Nach einer Pause besuchen wir das berühmte Matenadaran, eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen armenischer Handschriften. Eine deutschsprachige Führung erschließt ausgewählte Kostbarkeiten; zudem erhalten wir Einblick in die Arbeit der Restaurierungsabteilung. Rückkehr zum Hotel.

Fahrt nach Etschmiadzin, dem geistlichen Zentrum der Armenisch-Apostolischen Kirche und Sitz des Katholikos. Wir besuchen die Kirchen der Hl. Hripsime und der Hl. Gayane, herausragende Zeugnisse frühchristlicher armenischer Architektur. Anschließend Teilnahme am feierlichen Hochamt zum Fest der Kreuzerhöhung in der Kathedrale von Etschmiadzin, deren Ursprünge bis ins 4. Jh. zurückreichen. Besuch des Dommuseums sowie Gelegenheit zu besonderen Begegnungen vor Ort.

Heute führt die Reise in die eindrucksvolle Berglandschaft von Vayots Dzor, im Mittelalter Herrschaftsgebiet der mächtigen Orbelean-Fürsten. Bei Areni besuchen wir die prähistorische Vogelhöhle, die durch außergewöhnliche archäologische Funde bekannt wurde. Weiterfahrt zum spektakulär in einer engen Schlucht gelegenen Kloster Noravankh aus dem 13.–14. Jh. Im Dorf Jeghegis entdecken wir Kirchen, Kreuzsteine und Spuren der einstigen Fürstenresidenz sowie den bemerkenswerten mittelalterlichen jüdischen Friedhof. Je nach Wetter sind kleinere Wanderungen und ein Picknick vorgesehen. Hotelbezug in Jeghegis für eine Nacht.

Durch die armenische Bergwelt fahren wir zum berühmten Kloster Tathew, das über Jahrhunderte eines der wichtigsten geistigen und kulturellen Zentren Armeniens war. Besichtigung der weitläufigen Klosteranlage und kleiner Imbiss im Klosterrefektorium.
Anschließend Möglichkeit zu einer Wanderung zur Großen Einsiedelei von Tathew aus dem 17. Jh. (ca. 30–40 Min. je Richtung). Fahrt nach Goris und Hotelbezug für eine Nacht.

Am Morgen Fahrt zur bronzezeitlichen Kultstätte Zorats K’arer bei Sisian. Über den rund 2.300 Meter hohen Selimpass erreichen wir die eindrucksvolle Orbelean-Karawanserei aus dem 14. Jh., ein Zeugnis der alten Handelswege durch den Kaukasus.
Weiterfahrt zum Sevansee, der „blauen Perle Armeniens“. Am Ufer besuchen wir das malerisch gelegene Kloster Hayravankh aus dem 9. Jh.; Gelegenheit zu Picknick und Pause am See. Anschließend Fahrt nach Idschevan/Getahovit und Hotelbezug für eine Nacht.

Ein besonderer Tag führt zu bedeutenden Zeugnissen der armenisch-georgischen Kulturgeschichte. Zu Fuß erreichen wir das im Wald gelegene Kloster Arakelots mit seiner mittelalterlichen Siedlung aus dem 13. Jh. Die Anlage wurde 2025 von Europa Nostra in die Liste der „7 Most Endangered“ Kulturdenkmäler Europas aufgenommen (Wanderung ca. 30 Minuten je Richtung). Weiterfahrt nach Akthala mit seiner eindrucksvollen Klosteranlage und bedeutenden Fresken und anschließend zum UNESCO-Weltkulturerbe Kloster Haghpat, einem Meisterwerk mittelalterlicher armenischer Architektur. Hotelbezug in Haghpat für eine Nacht.

Am Morgen Besuch des Klosters Sanahin, das gemeinsam mit Haghpat zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Anschließend Wanderung zum armenisch-georgischen Kloster Khobayr aus dem 12.–13. Jh. Der kurze, teilweise anstrengende Aufstieg wird mit einigen der schönsten mittelalterlichen Fresken Armeniens belohnt.
Danach Rückfahrt nach Jerewan. Der Weg für über Vanadzor und Dilijan nach Tsaghkunk mit Gelegenheit zu traditionellem Essen in wunderbarem Ambiente.

Am Vormittag Besuch des Genozidmuseums mit deutschsprachiger Führung. Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte und das Schicksal der armenischen Bevölkerung im Osmanischen Reich und vermittelt zugleich Einblicke in die armenische Erinnerungskultur. Zum Abschluss fahren wir zum eindrucksvoll in die Felsen gebauten UNESCO-Weltkulturerbe Kloster Geghard und weiter nach Garni mit seinem hellenistisch-römischen Tempel. Wenn es die Zeit erlaubt, Ausflug in die eindrucksvolle Basaltschlucht des Azat. Frühes gemeinsames Abendessen in Garni und Rückkehr nach Jerewan.

Am frühen Morgen Transfer zum Flughafen. Rückflug nach Wien.
(Voraussichtliche Flugzeiten ab Jerewan 04:45 / an Wien 06:30 Uhr).

Weitere Informationen  

Reisedauer: 10 Tage; siehe unsere Reisebedingungen

Wir antworten gerne Ihre Fragen zu diesem Reisevorschlag.