Assisi - Wanderreise am Franziskusweg

Der noch recht unbekannte Franziskusweg führt durch Umbrien, das als grünes Herz Italiens und Land des Franziskus gilt. Der Sonnengesang des Franz von Assisi bezeugt eine über das Mittelalter hinausweisende Freude an der Schöpfung. Franziskus lebte eine neue Geschwisterlichkeit, die weder Sonne und Wind noch Bruder Tod ausschloss. Auf den Spuren des „Poverello" wollen wir wandernd und schauend die Schönheit seiner umbrischen Heimat unmittelbar erfahren. Die Aufstiege zu den teils hochgelegenen Einsiedeleien und die nicht immer ausgebauten Wege stellen einige Anforderungen an die körperliche Leistungsfähigkeit der Teilnehmer. Aber durch die begrenzte Dauer der Wanderungen (1,5 – 3,5 Stunden) und den Verzicht auf sportlichen Ehrgeiz sind die Touren für jeden geeignet, der sich einer normalen Kondition erfreut. Es soll genug Muße bleiben für die Begegnung mit der Kunst, zu der der neue franziskanische Blick auf die Welt auch seinen Beitrag leistete. Neben schlichten Einsiedeleien und uralten Klöstern werden wir bedeutende Kunststädte Umbriens und der Toskana besuchen.

1. Tag: Auf nach Assisi!
Flug mit Linienmaschine von Wien nach Rom. Transfer nach Assisi und Hotelbezug direkt in Assisi für sechs Nächte.

2. Tag: Sterbeort und Bruder Wolf
Besuch von S. Maria degli Angeli, wo eine beeindruckende Basilika den Sterbeort des Franziskus, die anrührend schlichte Portiuncula-Kapelle aus der Frühzeit der franziskanischen Gemeinschaft, umschließt. Weiterfahrt nach Gubbio, wo die berühmte Begegnung des Franz von Assisi mit „Bruder Wolf" stattfand: Besichtigung der malerisch gelegenen Stadt und am Nachmittag erste Wanderung in der Umgebung von Gubbio.

3. Tag: Etruskerstadt und Trasimener See
Ausflug nach Perugia, wo der junge Franziskus während seiner Kriegsgefangenschaft eine erste Bekehrung erlebte: Besichtigung des Domes, der Fontana Maggiore, des Etruskischen Tores und der frühchristlichen Kirche S. Michele Arcangelo. Am Nachmittag Fahrt zum Trasimener See mit Bootsfahrt von Passignano zur Isola Maggiore, die als Rückzugsort des Poverello gilt. Auf der Insel kleine Wanderung und Besichtigung der Kirche S. Angelo.

4. Tag: Stigmatisation und Kreuzeslegende
Fahrt nach Arezzo: Besichtigung der Franziskanerkirche mit den berühmten Fresken zur Kreuzeslegende von Piero della Francesca sowie weiterer Kirchen der Stadt. Weiter geht's zum La Verna Berg, wo Franziskus im August 1224, wenige Jahre vor seinem Tod, die Wundmale Christi empfing (Stigmatisation): Wanderung (ca. 45 Min.) von Chiusi della Verna hinauf zum Felsenkloster La Verna in spektakulärer Lage.

5. Tag: Einsiedelei und Grabeskirche
Assisi: Besichtigung der Kirche San Rufino. Wanderung (ca. 3,5 Std.) zur Eremo di Carceri, der Einsiedelei am Hang des Monte Subasio. Nach der Rückkehr weitere Besichtigungen in Assisi: Kirche S. Chiara, die Grabeskirche der hl. Klara; S. Francesco, die gewaltige Kirche mit großartigen Fresken der Maler Giotto, Cimabue und Lorenzetti über dem Grab des Poverello.

6. Tag: Orte der Stille und der Renaissance
In Sansepolcro Besuch im Museo Civico, das mehrere Hauptwerke Piero della Francescas besitzt, darunter das berühmte Auferstehungsfresko. Am Nachmittag Wanderung (ca. 1,5 - 2 Std.) von Montagna hinauf zur Eremo di Montecasale: Die Kamaldulenser unterhielten hier bis 1211 eine Station für Leprakranke, 1213 schenkten sie das Kloster Franz von Assisi persönlich, der den abgeschiedenen Ort oft aufsuchte. Die kleine Kirche, deren raue Bescheidenheit den franziskanischen Geist unverfälscht widerspiegelt, ist einer der stillsten und authentischsten Franziskusorte am ganzen Franziskusweg.

7. Tag: Abschied und Rückreise
Transfer zum Flughafen Rom: Rückflug nach Wien.