GRIECHENLAND: Kreta

„Kretas Geheimnis ist tief. Wer seinen Fuß auf diese Insel setzt, spürt eine seltsame Kraft in die Adern dringen und die Seele weiten.“ Unsere Kreta-Reise lässt erleben, was der griechische Dichter Nikos Kazantzakis über seine Heimat schreibt. Die geheimnisvollen Ruinen und die wunderbaren Vasen der Minoer zeugen von der ersten Hochkultur auf europäischem Boden. Bergstädte der dorischen Einwanderer in traumhaften Aussichtslagen. Spuren der christlichen Anfänge nahe den apostolischen Ursprüngen. Mit Fresken geschmückte Kirchen, die zu den schönsten Werken byzantinischer Kunst überhaupt zählen. Und bei Besuchen und Gesprächen erfahren wir vom Alltags- und Klosterleben der Menschen, ihren Traditionen und ihrer von vielen Veränderungen gezeichneten Gegenwart. Nicht zuletzt erleben wir die Landschaften Kretas, dieses „kleinen Kontinents“ am Rande Europas, dessen archaischer Zauber und faszinierende Vielfalt immer wieder von neuem begeistert und beglückt.

Auf einen Blick

  • Kreta von Ost nach West in acht Tagen
  • Die Glanzpunkte kretischer Kultur- und Kunstgeschichte verbunden mit Wanderungen
  • Traditionen und landschaftliche Höhepunkte der Insel
  • Nur ein Hotelwechsel - geruhsame Reise

Reiseverlauf

1. Tag
Aufbruch und Ankommen
Linienflug von Wien nach Heraklion. Hotelbezug an der Nordküste zwischen Heraklion und Agios Nikolaos für vier Nächte.

2. Tag
Am Golf von Mirabello
Ein Höhepunkt gleich zu Beginn: Die Kirche Panajia i Kera bei Kritsa besitzt die bedeutendsten byzantinischen Wandmalereien auf Kreta. Einsam in den Bergen liegt die dorische Akropolis von Lato. Danach gemütliche Wanderung zum Hafen Agios Nikolaos. Die Mittagspause verbringen wir während der freien Zeit in Agios Nikolaos, malerisch am Mirabello-Golf gelegen. Anschließend Schiffsfahrt vom nahe gelegenen Elounda zur ehemaligen Lepra-Insel Spinalonga.

3. Tag
Rund um Lassithi
Fahrt nach Kera zum Nonnenkloster Panajia i Kardiotissa, dessen Klosterkirche für ihre spätbyzantinischen Wandmalereien berühmt ist. Eine Landschaft ganz eigener Art ist die fruchtbare, kreisrunde Lassithi-Hochebene, die wir mit dem Bus umrunden: Aufstieg zur diktäischen Höhle, der mythischen Geburtsstätte des Zeus. Der minoische Palast von Malia mit einer neu ausgegrabenen Wohnsiedlung erzählt vom Leben im 2. vorchristlichen Jahrtausend.

4. Tag
Knossos und die Inselhauptstadt
Fahrt nach Knossos, der größte, weitgehend rekonstruierte Palast aus minoischer Zeit. Herrschersitz des sagenhaften Minos und das Labyrinth des Stiermenschen Minotauros. Gemütliche Wanderung vom Dorf Archanes zum Juchtas Berg. Durch das Weinbaudorf Archanes Fahrt nach Mirtia, wo im Geburtshaus von Nikos Kazantzakis ein kleines Museum an Leben und Werk des großen kretischen Dichters erinnert. Ihm begegnen wir noch einmal an seinem Grab auf den imposanten venezianischen Festungsmauern von Heraklion. Hier bewundern wir außerdem ausgewählte Schätze des Archäologischen Museums.

5. Tag
Quer über die Insel
Heute wechseln wir unseren Standort mit einer längeren, aber äußerst eindrucksvollen Busfahrt bis fast an die Süd- und dann wieder an die Nordküste. Zunächst sehen wir Gortis, in römischer Zeit eine Großstadt, wo in die Rückwand eines Odeons das „dorische Zwölftafelgesetz“ eingemauert ist, die früheste europäische Rechtssammlung. Die Ruinen der großen Titus-Basilika erinnern eindrucksvoll an die christliche Frühzeit der Insel. Beinahe nebenan liegt wunderbar auf einem Hügel über der Messara-Ebene Phaistos, die zweitgrößte minoische Palastanlage. Dann geht es auf einer der landschaftlich schönsten Strecken Kretas am Berg Kedros vorbei zum einsam über der kretischen Südküste gelegenen Kloster Preveli, das noch im 20. Jh. für die Geschichte Kretas eine bedeutsame Rolle gespielt hat. Die Weiterfahrt nach Norden führt durch die wildromantische Kourtaliotiko-Schlucht, ehe wir unser Tagesziel Rethymnon erreichen: Hotelbezug für drei Nächte.

6. Tag
Geschichte wie im Bilderbuch
Das kleine Maroulas ist wie ein Bilderbuch historischer Dorfarchitektur. Das Kloster Arkadi ist so etwas wie ein kretisches Nationalheiligtum: Wir sehen die von der venezianischen Renaissance beeinflusste Kirche und erfahren (wenn möglich) im Gespräch mit dem Abt etwas über die bewegte Geschichte und die neuen Anfänge dieses bedeutenden Klosters. Weiter zur romantisch in einem Tal gelegenen hellenistischen Ausgrabungsstätte von Eleftherna nach Möglichkeit mit Besichtigung der kürzlich entdeckten Nekropole. Im Töpferdorf Margarites sehen wir die ungebrochene Kontinuität dieses Handwerks von der minoischen bis in die heutige Zeit. Der Rest des Tages gehört der venezianisch-türkisch geprägten Stadt Rethymnon mit der großen Festungsanlage „Fortezza“, ehemaligen Moscheen, romantischen Gassen und malerischem Hafenrund.

7. Tag
Von Rethymnon nach Chania
Im Dorf Roustika erwartet uns eine vollkommen ausgemalte Doppelkirche. Eine echte Überraschung ist der einzige Süßwassersee Kretas bei Kournas. Weiter geht’s zum Profitis-Ilias-Hügel oberhalb von Chania: Von hier genießen wir nicht nur einen tollen Ausblick auf die Stadt, sondern kommen am Grab des griechischen Staatsmanns Eleftherios Venizelos auch ins Nachdenken über Geschichte und aktuelle Probleme des modernen Griechenland. Antike, venezianische und jüdische Spuren prägen die malerische Altstadt von Chania.

8. Tag
Abschied und Heimreise
Busfahrt entlang der Nordküste nach Heraklion und Rückflug nach Wien.