Auf der Via Sacra durch das Dreiländereck

DEUTSCHLAND - POLEN - TSCHECHIEN

Studienreise

Die „Via Sacra“ führt durch ein Jahrtausend mitteleuropäischer Kultur und Frömmigkeit. Sie verbindet bedeutende Schlösser, Kirchen, Klöster und weitere sakrale Stätten im Dreiländereck Deutschland, Polen, Tschechien – faszinierende Zeugnisse für das Gemeinsame der Kultur einer grenzübergreifenden Region links und rechts der Neiße, wo Oberlausitz, Schlesien und Böhmen ineinander übergehen. Für viele ist diese kulturell reiche Region weithin noch eine unbekannte Welt.

Auf einen Blick

  • Dreiländerreise im Herzen Europas
  • Ausgewählte Begegnungen
  • Standortreise mit Unterkunft im Kloster

Reiseverlauf

1. Tag: Aufbruch und Ankommen
Eigenanreise nach Leipzig: Um 14.00 Uhr Busfahrt ab Hauptbahnhof nach Ostritz nahe der polnischen Grenze: Bezug des Gästehauses des Klosters (Zisterzienserinnen) und Internationalen Begegnungszentrums St. Marienthal für sieben Nächte. Individuelle Anreise möglich. (ca. 230 km)

2. Tag: Zu Gast bei Zisterzienserinnen
St. Marienthal: Führung im Zisterzienserinnenkloster mit Klosterkirche, Kreuzkapelle und der Ausstellung „ora et labora" sowie dem Garten der Bibelpflanzen. Evtl. Begegnung mit den Schwestern und Möglichkeit zur Teilnahme an dem Mittagsgebet der Klostergemeinschaft. Regionales Mittagsgericht in der rustikalen Klosterschenke. Am Nachmittag Ausflug nach Zittau: Stadtrundgang mit Besichtigung des „Großen Zittauer Fastentuches" (1472). Weiter durch die herrliche Landschaft des Zittauer Gebirges nach Oybin mit kleinem Rundgang. (ca. 40 km)

3. Tag: In der Heimat Rübezahls
Ausflug nach Niederschlesien: Zunächst besuchen wir Jelenia Gora (Hirschberg): Gang durch die malerische Altstadt. Danach geht’s zur norwegischen Stabholzkirche Wang in Karpacz (Krummhübel). In Krzeszów sehen wir das einstige Zisterzienserklosters Grüssau. Abschließend Besuch der Friedenskirche in Jawór (Jauer) (ca. 300 km)

4. Tag: Malerisches Isergebirge
Erster Ausflug nach Nordböhmen mit Schlossbesichtigung in Frydlant, welches nach der Schlacht am Weißen Berg 1620 unter die Herrschaft von Albrecht von Wallenstein kam. In Hejnice (Haindorf) Besuch der Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung am Fuße des Isergebirges mit einer Marienstatue aus dem 14. Jh. Rundfahrt durch die malerischen Täler des Isergebirges mit Rundgang durch die Altstadt Liberec (Reichenberg) zwischen Oper, Rathaus und Schloss. (ca. 120 km)

5. Tag: Östlichste Stadt Deutschlands
Führung durch die historische Altstadt von Görlitz: Besuch des Heiligen Grabes, der Synagoge (Außenbesichtigung) sowie der Peterskirche mit Vorspiel auf der Görlitzer Sonnenorgel. Weiterfahrt nach Herrnhut, Heimat des Weihnachtssterns: Rundgang mit Einführung in die Geschichte der von Graf von Zinzendorf gegründeten Brüdergemeine; Besichtigung des Kirchsaals und des denkmalgeschützten Gottesackers; evtl. Begegnung mit Vertretern der Brüdergemeine. (ca. 70 km)

6. Tag: Mehr als „böhmische Dörfer"
Zweiter Ausflug nach Nordböhmen. Besuch in Mnichovo Hradište (Münchengrätz): Besichtigung des Schlosses Münchengrätz mit der Kirche St. Anna und der Gruft Albrechts von Wallenstein. Weiter geht’s nach Cesky Dub (Böhmisch Aicha), wo ein Museum in die Geschichte der Johanniterkommende einführt. Die Kommende wurde im 13. Jh. von Zdislava von Lemberk gestiftet und gehört zu den ältesten erhaltenen mittelalterlichen Stätten in Nordböhmen. Die Barockbasilika aus dem 18. Jh. in Jablonne v Podjestedi (Deutsch Gabel) ist eine Perle des tschechischen Barock. Abschließend Besuch der Loretokapelle in Rumburk (Rumburg) mit dem vielleicht bedeutendsten kirchengeschichtlichen Schatz Nordböhmens, der Kopie der Statue der Schwarzen Madonna von Loreto. (ca. 195 km)

7. Tag: Land des „Klosterwassers“
Rundfahrt durch das Land des „Klosterwassers". Stadtrundgang durch die 1000-jährige Stadt Bautzen mit Besuch des Simultandoms St. Petri und der Domschatzkammer. Führung im Zisterzienserinnenkloster St. Marienstern (gegründet 1248) mit Besuch des Umwelt- und Lehrgartens: Die Abtei gehört zu den wenigen Ordenshäusern, die seit ihrer Gründung ohne Unterbrechung Bestand haben. Danach Besuch des sorbischen Friedhofs in Ralbitz. (ca. 140 km)

8. Tag: Abschied und Heimreise
Rückfahrt nach Leipzig (Ankunft ca. 14.00 Uhr; ca. 230 km) und individuelle Heimreise.