Tadschikistan - Usbekistan: Impressionen der Seidenstrasse

Studienreise

Tadschikistan ist das „Herz der Seidenstraße“, ein oft nur schwer zugängliches Hochgebirgs­land, das zur Hälfte über 3.000 m über dem Meeresspiegel liegt. Neben einzigartiger Land­schaft hat Tadschikistan auch kulturell etwas zu bieten, so z.B. die Hauptstadt Duschanbe. In Usbekistan beeindrucken noch heute die sagenumwobenen Oasenstädte Chiwa, Buchara und Samarkand, die auf dem Höhepunkt des mittelalterlichen Ost-West-Handels entlang der Seidenstraße in voller Blüte standen.

Auf einen Blick

  • Bedeutende Glanzlichter Tadschikistans und Usbekistans
  • Konzert mit Abendessen in einer Karawanserei
  • Vier traditionelle Essen bei einheimischen Familien
  • Stimmungsvolles Abendessen im Sommerpalast des Emirs von Choresm
  • Begegnung mit einem Vertreter der christlichen Gemeinden

Reiseverlauf

1. Tag: Aufbruch und Ankommen
Linienflug über Istanbul nach Duschanbe.

2. Tag: Hauptstadteindrücke
Ankunft in Duschanbe am frühen Morgen. Hotelbezug für zwei Nächte. Nach einem späten Frühstück Stadtrundfahrt in Duschanbe mit Besuch des Nationalmuseums, des botanischen Gartens, des Basars und der „Hissar“ Festung.

3. Tag: Auf den Spuren Alexanders des Großen
Fahrt mit Kleinbussen zum See Iskanderkul, an den nördlichen Berghängen der Hissar-Gebirgskette auf 2.195 m Höhe gelegen. Der Hochgebirgssee wird umrahmt von mächtigen Bergen (4.000 - 5.000 m) und ist für seine Einzigartigkeit berühmt. Alexander der Große, dessen Name der See trägt („Iskander“ tadschikisch Alexander, „Kul“-See), soll hier mit seinen Truppen vorbei gekommen sein. Zum Mittagessen sind wir Gast bei einer traditionellen Familie. Weiter geht’s vorbei am mystischen Zmejnojo See (Schlangensee) und über Duschanbe nach Pandschakent, einst bedeutende Stadt an der Seidenstraße: Hotelbezug für eine Nacht. (ca. 280 km)

4. Tag: 7-Seen-Fahrt – altes Pandschakent
Ausflug mit Kleinbussen in die Schlucht des Flusses Sching, wo die sieben Seen Marguzor liegen: Nicht umsonst werden sie „die sieben Schönheiten“ genannt. Unterwegs Picknick. Danach Rückfahrt nach Pandschakent: Vor mehr als 1000 Jahren lag hier am Sarafschan-Fluss eine lebendige Handelsstadt, das Zentrum der sogdischen Kultur, in das Karawanen aus allen Richtungen der Seidenstraße Schätze brachten. Der Reichtum der Stadt zeigte sich in Tempeln und bunten Fresken in den Häusern. Nach ihrer Zerstörung durch vordringende Araber geriet sie in Vergessenheit und wurde erst im 20. Jahrhundert von Archäologen wieder entdeckt. Wir besuchen das Rudaki-Museum, die Moschee und die Ruinen der antiken Stadt. Weiter geht’s über die Grenze bei Jartepa nach Usbekistan. Hotelbezug in Samarkand, „das schöns­te Antlitz, das die Erde der Sonne je zugewandt hat“, für drei Nächte. (ca. 140 km)

5. Tag: Märchen aus 1001 Nacht
Samarkand ist die Heimstätte der Märchen aus 1001 Nacht, Umschlagplatz für Waren aller Art, aber auch Mittlerin von Technologien, Gedankengut, Religionen und Kunststilen. Timur Khan, ein Nachkomme Dschingis Khans, baute die Stadt auf und machte sie zum Zentrum seines Weltreiches. Von seinen Eroberungszügen brachte er Handwerker, Architekten und Künstler mit. Mit einer Geschwindigkeit, wie es nur in einer Despotie möglich ist, entstanden Bauwerke von nie gesehener Größe und Komplexität. Wir besuchen den Registan-Platz, die Ulugh-Begh-Medrese (15. Jh.) mit kostbaren Fayencen von ausgesuchter Schönheit, die Shirdar-Medrese (17. Jh.), die Tella-Kari Medrese („die Goldgeschmückte“, 17. Jh.), die Bibi-
Chanum-Moschee, einzige Moschee Usbekistans, die nach einer Frau benannt wurde, und das Gur-Emir-Mausoleum. Danach Besuch der kath. Kirche und Zeit für einen Bummel über den riesigen Basar. Abendessen bei einer tadschikischen Familie.

6. Tag: Perle der Seidenstraße
Weitere Besichtigungen in Samarkand: Komplex des Shahi-Sinda mit prachtvollen Grabmälern aus der Zeit des 11. - 15. Jh.; Alexejer Dom; Kirche St. Georg; Museum mit den Resten der Wandmalereien „Meisterwerke der sogdischen Kunst“; Mausoleum des heiligen Daniel (Danijar), Prophet dreier Religionen: Christentum, Judentum und Islam; Sternwarte des Ulugh Begh mit Resten eines gewaltigen Sextanten aus dem 15. Jh. Am Abend Konzert in einer Karawanserei mit Abendessen.

7. Tag: Die Grüne Stadt
Fahrt nach Schachrisabz, die Geburtsstadt Timurs. Besichtigungen in der „Grünen Stadt“: Ak-Saray-Ensemble („Weißes Schloss“); Jakhangir-Mausoleum aus dem 14. und 15. Jh.; Hof der Freitagsmoschee (Chazrati-Imam). Schließlich geht's in die Oasenstadt Buchara: Hotelbezug für drei Nächte. (ca. 350 km)

8. Tag: Die Edle mit dem „Leuchtturm“
Buchara, „die Edle“, gehörte wie Samarkand und Chiwa zum Städtebund „Städte des goldenen Ringes“: Das Kalan-Minarett ist das Wahrzeichen der Stadt. Wir sehen die Medresen Mire-Arab und Ulugh-Begh, wo seit 400 Jahren Koranschüler unterrichtet werden, aber auch die Divan-Begi-Medrese, die Synagoge und den Basar. Besuch einer Goldstickereifabrik. Abendessen in einem Familienrestaurant.

9. Tag: Kleinodien islamischer Baukunst
Ausflug in die Umgebung von Buchara mit Besichtigung der Moschee Chor Minor, der Anlage Sitora Mokhi Khosa, des Samanidenmausoleums (10. Jh.) und der Grabstätte des Bahauddin Naqshbandi. Vorführung nationaler Trachten im Hause von Faisulla Chodshaev. Abendessen bei einer Familie.

10. Tag: Durch die Wüste Kisilkum
Fahrt in die Oase Chiwa. Entlang des Amu Darya, dem Oxus der Griechen, führt die Straße durch die Wüste Kisilkum („roter Sand“). Unterwegs Picknick-Mittagessen. Hotelbezug für zwei Nächte. Möglichkeit eines ersten Erkundungsgangs in der Altstadt Chiwas. (ca. 450 km)

11. Tag: Kleinste unter den Großartigen
Einem einzigartigen Freilichtmuseum gleich wurde Chiwa von der UNESCO als Weltkulturerbe unter deren Schutz gestellt. Weit über 50 Baudenkmäler laden zur Besichtigung ein. Fast 1.500 Jahre orientalische Kultur, versteckt und märchenhaft in den verwinkelten Gassen, lassen den einstigen Glanz und die Legenden dieser Stadt spüren: Medrese Muchamed-Amin-Chan, Minarett Kalta-Minor, Kunja-Ark-Palast, Firuz-Medrese mit Museum, Pachlavon-Machmud-Mausoleum, Islam-Chodsha-Minarett und Is­lam-Chodsha-Medrese, Palast Tasch-Chauli. Abendessen im ehemaligen Sommerpalast des letzten Emirs von Choresm.

12. Tag: Rückkehr in die Gegenwart
Fahrt zum Flughafen von Urgentsch: Flug nach Taschkent, Usbekistans Hauptstadt und kultureller und wirtschaftliche Mittelpunkt des modernen Usbekistan: orientierende Stadtrundfahrt mit Besuch der Barak-Chan-Medrese aus dem 16. und des Kaffal-Shashi-Mausoleums aus dem 15. Jh. Der Basar lockt mit einer Fülle von köstlichem Obst, Gemüse und Spezereien; Besuch der ev.-luth. Gemeinde. Hotelbezug für eine Nacht. Bei einem Abschiedsessen in einem gemütlichen Restaurant genießen wir nochmals die wunderbare und vielfältige Küche Usbekistans.

13. Tag: Abschied und Heimreise
Transfer zum Flughafen Taschkent und Rückflug über Istanbul.