Belarus (Weißrussland) und Kaliningrad (Königsberg)

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Studienreise

Mit dieser Reise begeben wir uns auf Spurensuche nach Osteuropa. Zuerst in das vielfach unbekannte und zumindest baulich vom Stalinismus geprägte Belarus (Weißrussland). Die einstige Bedeutung polnisch-litauischer Adelsfamilien zeigt sich bei den großartigen Schlössern. Die ausgelöschte jüdische Kultur bringt uns die Geburtsstadt von Marc Chagall näher. Über Litauen reisen wir in den Oblast Kaliningrad, einer Exklave Russlands zwischen Polen und Litauen, einst eine der wichtigsten Gründungen des Deutschen Ordens und bis 1918 Residenzstadt der preußischen Monarchie. Der Aufklärer Immanuel Kant ist der bedeutendste Vertreter des geistigen Klimas in der Stadt.

Termine

Reisenr.TerminePreisVerfügbarkeit
BY0K900123.07.20 – 30.07.20 1.950,- Buchen 
  Univ. Prof. Dr. Rudolf Prokschi

Auf einen Blick

  • das vielfach unbekannte Minsk und Kaliningrad entdecken
  • Geburtsorte von Marc Chagall und Immanuel Kant
  • Magnaten-Schlösser von Weltformat

Reiseverlauf

1. Tag: Anreise
Flug mit LOT von Wien über Warschau nach Minsk. Hotelbezug für drei Nächte.

2. Tag: Hauptstadtimpressionen
Stadtrundfahrt durch die Hauptstadt Weißrusslands, Minsk: Zuerst besuchen wir die Altstadt (die ehem. Oberstadt) um die orthodoxe Heiliggeist-Kathedrale. Dann weiter in die Unterstadt mit der Nationalbibliothek. Viele breite "Alleen" und Plätze stellen eindrucksvolle Beispiele der sowjetischen Architektur dar. Schließlich besuchen wir den Yanka-Kupala-Park, die „Insel der Tränen“ im Fluss Swislatsch sowie die Dreifaltigkeits-Vorstadt, ein rekonstruiertes altstädtisches Viertel aus dem 19. Jh. Besuch von Strochicy, dem Freilicht-Museum für Volksarchitektur und Lebensweise Weissrusslands18 km südwestlich von Minsk. (ca 50 km)

3. Tag: Fürstenresidenzen
Fahrt durch die weißrussischen Weiten, einst Kornkammern und Quell des Magnaten-Reichtums, zur imposanten Fürstenresidenz Mir:
Besichtigung der mächtigen Anlage, die mit ihrem Mix aus Backsteingotik, Renaissance und Barock die enge kulturelle Vernetzung von Mitteleuropas östlicher Peripherie mit den Mainstreams des Okzidents dokumentiert und den auch in dieser Gegend vollzogenen Wandel von der Fortifikation zur Repräsentation erkennen lässt. Kurzer Halt bei der ehemaligen Synagoge und der Jeshiwa, den letzten Resten des vor der Shoah blühenden jüdischen Mir.
Danach gilt die Aufmerksamkeit dem wieder errichteten Schloss Neswisch, das mit seinem riesigen Park, künstlich angelegten Seen, wildreichem Jagdgefilde, einem Belvedere und einer Kathedrale mit Familiengruft zu den glanzvollsten Residenzen im barocken Europa zählte. Spaziergang zum Rathaus und zum Sluzker Tor, die abermals von der raschen Rezeption der Renaissance zeugen, zur einstigen Jesuitenkirche und zum Bernhardinerkloster, die als katholische Glaubensfesten in der Gegenreformation errichtet wurden. Rückkehr nach Minsk. (ca. 250 km)

4. Tag: Jüdische Spurensuche
Längere Fahrt nach Vitebsk, Geburtsstadt Marc Chagalls und kulturelles Zentrum Weißrusslands. Heute sehenswert, trotz großer Zerstörung im 2. Weltkrieg, sind der Gouverneurspalast und das alte Rathaus (beide 18. Jh). Vitebsk war bis zur Auslöschung durch die Nazis ein wichtiges Zentrum jüdischer Kultur mit über 70 Synagogen. Besuch des Marc-Chagall-Kunstzentrums und im Haus-Museum. Hotelbezug für eine Nacht. (ca. 290 km)

5. Tag: Nonne und Dichterin
Fahrt nach Polozk. Nach der Ankunft Stadtrundfahrt in der ältesten Stadt Weißrusslands. Besuch des St. Euphrosyne-Klosters mit dem Grabmal der Nonne Euphrosyne (12. Jh) und der Sophien-Kathedrale, hoch über dem Steilufer der westlichen Dwina. Weiterfahrt Richtung Vilnius.
Grenzübertritt von Weißrussland nach Litauen (mit längerem Aufenthalt an der EU-Außengrenze muss gerechnet werden!).
Hotelbezug für eine Nacht in Vilnius. (ca. 360 km)

6. Tag: Das litauische Rom
Vilnius: kurzer Stadtrundgang. Der historische Kern besteht aus einem Labyrinth aus schmalen Gässchen mit vielen Geschichts- und Baudenkmälern. Zeugnisse vielfältiger Architekturstile sind u. a. die Kirchen St. Anna und St. Peter-und-Paul, die St. Stanislaw-Kathedrale mit dem Glockenturm, das Tor der Morgenröte, die Gediminas-Burg sowie die Universität Vilnius, eine der ältesten Universitäten Osteuropas. Fahrt über Kaunas zur Grenze. Grenzübertritt nach Russland in den Oblast Kaliningrad (es muss wieder mit längerem Grenzaufenthalt gerechnet werden). Fahrt nach Kaliningrad, dem alten Königsberg und Hotelbezug für zwei Nächte. (ca. 360 km)

7. Tag: Entdeckungen im ehemaligen Ostpreußen
Die ersten Eindrücke vom alten Königsberg erhalten Sie während einer Stadtrundfahrt. Sie sehen u.a. den wiedererrichten Dom auf der Kneiphof-Insel, mit der Gabstätte I. Kants, die Börse, die Luisenkirche und besichtigen das Bernsteinmuseum im Dohna-Turm.
Am Nachmittag Fahrt zur samländischen Ostseeküste. Sie besichtigen das berühmte Ostseebad Swetlogorsk/Rauschen mit markantem Wasserturm, eindrucksvoller Architektur, gewaltigen Alleen, alten deutschen Villen uvm. Weiter geht es nach Palmnicken/Jantarnyj: Besuch im Bernsteintagebau. Rückkehr nach Kaliningrad. (ca. 120 km)

8. Tag: Abschied und Heimreise
Zeit für eigene Entdeckungen. Zu Mittag Flug mit LOT von Kaliningrad via Warschau nach Wien.

Leistungen

Mindestteilnehmerzahl: 15 Personen; siehe Reisebedingungen

  • Linienflüge mit LOT Wien-Warschau-Minsk und Kaliningrad-Warschau-Wien
  • Rundfahrten, Besichtigungen, Ausflüge und Flughafentransfers laut Programm
  • Flughafentaxen und Sicherheitsgebühren
  • Unterkunft in Hotels der guten Mittelklasse (örtl. 3* und 4* Kategorie) in Doppelzimmern mit Bad oder Dusche/WC
  • Halbpension (Frühstück und Abendessen)
  • Eintrittsgelder lt. Programm
  • BiR-Reiseleitung durch Prof. Dr. Rudolf Prokschi
  • Bewährte deutschsprachige örtliche Reiseleitung in den jeweiligen Reiseländern
  • Visagebühren und Besorgung
  • ReiseSchutz der Europäischen Reiseversicherung (obligatorisch)
  • Trinkgeldpauschale für Reiseleitung, Busfahrer und Hotelpersonal

Zusatzleistungen:

Einzelzimmerzuschlag 260,-

Zusatzinfos

Einreisebestimmungen

Für diese Reise ist ein Reisepass notwendig, der nach der Ausreise noch mindestens sechs Monate gültig sein muss. Visumpflicht (e-visum wird von Biblische Reisen besorgt).

Ihre vorgesehenen Hotels

MINSK / Hotel Willing 3*+
VITEBSK / Hotel Luchesa 3*
VILNIUS / Hotel Courtyard Vislnius City Center 4*
KALININGRAD / Hotel Kaiserhof 4*

Wichtige Hinweise

Preis- und Tarifstand: Oktober 2019 / Preis- und Programmänderungen vorbehalten.
Es gelten die „Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Biblischen Reisen GmbH“ (laut letztem Gesamtkatalog), die Bestimmungen des Pauschalreisegesetzes (PRG 1.7.2018), die Pauschalreiseverordnung (PRV 1.10.2018) sowie die Beförderungsbestimmungen der beteiligten Fluggesellschaft.

Ihr Reiseleiter Univ.Prof. Dr. Rudolf Prokschi:
Durch meinen mehrjährigen Studienaufenthalt in Moskau habe ich Osteuropa besonders schätzen gelernt. Ich freue mich auf die gemeinsame Spurensuche in Belarus und Kaliningrad, die uns auch in die Heimatstadt von Immanuel Kant führen wird.

Download

Hier können Sie das Reiseprogramm als PDF-Datei herunterladen:
Osteuropäische Spurensuche


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