"Klösterreich" - Barocke Kunst im Donauraum

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ÖSTERREICH

Studienreise

„Klösterreich“ beschreibt, was für die k. u. k. Monarchie des 17. und 18. Jh. bezeichnend ist: das neu gewonnene Selbstbewusstsein nach der Zurückdrängung von Türken und Protestantismus, das im Barock seinen Ausdruck fand und ungeahnte schöpferische Kräfte freisetzte. Diesem Gesamtkunstwerk" gilt unsere Fahrt zu Kirchen und Klöstern Niederösterreichs, die den Geist der Epoche spiegeln. Wir genießen aber auch die weinselige Landschaft der Wachau und lassen uns unterwegs von Musik österreichischer Barock-Komponisten begleiten.

Termine

Reisenr.TerminePreisVerfügbarkeit
AT0I050113.06.20 – 21.06.20 1.295,- Buchen 
  Dr. Mag. Ortwin Hesch

Auf einen Blick

  • Einblick in Ordenskultur und klösterliche Spiritualität
  • Barocke Kunst und Lebensart im Donauraum
  • Einblick in die Musik österreichischer Barock-Komponisten
  • Weinprobe zum Auftakt und Heurigenbesuch zum Abschied
  • Standquartier im „Hiphaus“ St. Pölten

Reiseverlauf

1. Tag: Aufbruch und Ankommen
Eigenanreise nach St. Pölten (bis 15.00 Uhr): Zimmerbezug im Bildungshaus St. Hippolyt für acht Nächte; Führung durch die Altstadt mit Besuch des ursprünglich romanischen, heute barocken Doms (bis Ende des 18. Jh. Klosterkirche eines Augustiner-Chorherrenstifts), Bistumsgebäuden, Franziskanerkirche, Prandtauerkirche und einzigartigen Jugendstilhäusern.

2. Tag: Gottesburg und Weinstadt
Fahrt zum Stift Göttweig: Möglichkeit zum Gottesdienstbesuch (10.00 Uhr). Rundgang durch die barocke Klosteranlage, die durch Lukas von Hildebrandt als riesige „Gottesburg“ geplant war. Wir sehen natürlich die Stiftskirche Mariä Himmelfahrt, aber auch die großartige Kaiserstiege mit Deckenfresko von Paul Troger, den Kaisertrakt und die Fürstenzimmer. Den Nachmittag verbringen wir im Weinort Krems, der mit seiner hervorragend erhaltenen und liebevoll restaurierten Altstadt als schönste Stadt Niederösterreichs gilt: Eine Weinprobe im Weinerlebnis „Sandgrube 13“ macht uns mit der reichen österreichischen Weinbautradition bekannt. (ca. 60 km)

3. Tag: Marienkirche, Stift und Schloss
Erstes Ziel dieses Tages ist die Pfarr- und Wallfahrtskirche „Zur Schmerzhaften Muttergottes“ in Dreieichen, ein einheitlicher spätbarocker Bau mit einem lichten Innenraum, für den Paul Troger eines seiner letzten Werke schuf. Anschließend Fahrt zum Benediktinerstift Altenburg, wo Josef Munggenast das Hauptwerk des donauländischen Barock im 18. Jh. geschaffen hat: die Kirche als großen ovalen Kuppelraum (mit Fresken von Paul Troger u. a.), die Stiftsgebäude mit Kaiserzimmern und vor allem der herrlichen Bibliothek, eine vollkommene Verbindung von Architektur, Malerei und Plastik, von Raum und Farbe. Besondere Beachtung verdienen auch die Gärten des Klosters, die zum Verweilen und Staunen einladen: der „Garten der Religionen", der „Schöpfungsgarten" sowie der „Garten der Stille". Weiter geht’s zu dem hoch auf einem mächtigen Felsen über dem Kamptal thronenden Renaissanceschloss Rosenburg: eine beeindruckende Schlossanlage, ein Refugium mit ganz außergewöhnlicher Atmosphäre. Rückfahrt durch das romantische Kamptal. (ca. 155 km)

4. Tag: Zisterzienserstift – Reichsheiligtum
Das Zisterzienserstift Lilienfeld beeindruckt durch das harmonische Zusammenspiel von Hochmittelalter und Frühbarock; dies gilt vor allem für die zu den größten Gotteshäusern Österreichs zählende Stiftskirche, deren romanisch-frühgotischer Raum in ein barockes Gewand gekleidet ist. Ein Abstecher in die Steiermark bringt uns zum Wallfahrtsort Mariazell, einst geradezu das „Reichsheiligtum" der Habsburger Kaiser. Die Bedeutung der Wallfahrt spiegelt sich nicht zuletzt in der großartigen Kirche im Stil des italienischen Barock, ein Werk des Domenico Sciassia, mit einer überreichen Ausstattung. (ca. 160 km)

5. Tag: Augustiner und Kirchenpracht
Der heutige Ausflug führt zunächst zum Augustiner-Chorherrenstift Herzogenburg, dessen mächtige barocke Anlage auf Pläne von Jakob Prandtauer zurück geht und von Josef Munggenast vollendet wurde. Von hier aus ist es nicht weit nach Heiligenkreuz-Gutenbrunn, wo es die Kirche Mariä Himmelfahrt mit einem Innenraum von großartiger Pracht zu bewundern gibt. Der Rest des Tages steht in St. Pölten zur freien Verfügung. (ca. 40 km)

6. Tag: Barock an Donau und im Waldviertel
Das Zisterzienser-Stift Zwettl im Waldviertel beeindruckt durch den ebenso spannungsvollen wie harmonischen Zusammenklang von barocker Pracht und Monumentalität der Fassade (Jakob Munggenast) einerseits und dem in festliches Barock gekleideten gotischen Innenraum der Klosterkirche andererseits. Romantisch an der Donau liegt der berühmte Weinort Dürnstein: Besuch des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstifts, eine seltene Einheit von Baukunst und Landschaft. (ca. 130 km)

7. Tag: Von der Romanik zum „Escorial“
Das Zisterzienser-Stift Heiligenkreuz ist die bedeutendste mittelalterliche Klosteranlage Österreichs. In der Stiftskirche beeindru-cken Kontrast und Zusammenspiel von romanischem Langhaus und gotischem Hallenchor, während der Klosterhof zum einen durch die Arkaden des 1662 vollendeten Gasttrakts, zum anderen durch die barocke Dreifaltigkeitssäule und den Josefsbrunnen bestimmt wird. Um 12.00 Uhr Möglichkeit zur Teilnahme am Mittagsgebet. Danach Gelegenheit (optional) zum Mittagessen im Klostergasthof. Ganz anders das nördlich von Wien gelegene Augustiner-Chorherrenstift Klosterneuburg: Hier wurden die mittelalterlichen Stiftsgebäude unter Kaiser Karl VI. durch einen barocken Neubau zu einem – freilich nie vollendeten – österreichischen Escorial erweitert. Stiftsbesichtigung mit dem berühmten Verduner Altar. (ca. 160 km)

8. Tag: Glanzpunkt österreichischen Barocks
Heute kommen wir zum Benediktiner-Stift Melk: Die großartige Anlage, unbestrittener Höhepunkt der österreichischen Barock-Architektur von europäischem Rang, ist das Hauptwerk Jakob Prandtauers. Nach so viel Kunst führt uns am Nachmittag eine kleine Wanderung (6,5 km, ca. 1,5 Std.) auf einem Teilstück des Jakobs-Pilgerwegs Göttweig-Melk von Maria Langegg zur Burgruine Aggstein – ein tolles Erlebnis! In einem Heurigen-Lokal im Traisental klingt die Reise gesellig aus. (ca. 115 km)

9. Tag: Abschied und Heimreise
Heimreise in Eigenregie.

Leistungen

Mindestteilnehmerzahl: 15 Personen; siehe Reisebedingungen

  • Busreise im modernen Reisebus ab/bis St. Pölten
  • Doppelzimmern mit Dusche/WC im Bildungshaus St. Hippolyt
  • Halbpension, davon ein Heurigenabend
  • Weinprobe im Weinerlebnis „Sandgrube 13“
  • Fachlich qualifizierte BiR-Reiseleitung
  • Alle Eintrittsgelder
  • Trinkgeldpauschale

Im Preis nicht enthaltene Leistungen

  • An-/Abreise nach St.Pölten.
  • Zur Ergänzung Ihrer individuellen Absicherung raten wir Ihnen dringend zum Abschluss einer Reiserücktrittskosten-/Reiseabbruchversicherung sowie einer Reisekrankenversicherung, die auch Rückführungskosten bei Unfall oder Krankheit deckt. Wir empfehlen die Angebote der Europäischen Reiseversicherung.

Reiseversicherung

Zusatzleistungen:

Einzelzimmerzuschlag 96,-

Zusatzinfos

Einreisebestimmungen

Personalausweis oder Reisepass erforderlich!

Ihre vorgesehenen Hotels

Bildungshaus St. Hippolyt
Das Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten steht für ein vielfältiges und hochwertiges Angebot in angenehmer Atmosphäre. Überraschend beschaulich trotz zentraler Lage ist das Haus Ruhepol und Aktionsraum zugleich. Das Haus ist mehr als nur ein Dach über den Kopf: Schattige Innenhöfe und Gärten, Aufenthaltsräume, Kunstgänge und eine Kapelle bieten Raum für Erholung und Muße. Die hauseigene Küche ist Bio-Austria zertifiziert. (Änderung vorbehalten)

Anmerkungen

Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen weisen wir darauf hin, dass die angebotenen Reisen im Allgemeinen für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet sind. Auf Ausnahmen wird bei den entsprechenden Reisen hingewiesen.

Ihr Reiseleiter Dr. Ortwin Hesch:
„Wozu in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“ Diesem Sinnspruch entsprechend möchte ich Ihnen auf dieser besonderen Reise einige der größten kulturgeschichtlichen Sehenswürdigkeiten meiner Heimat näherbringen: Von stimmungsvollen romanisch-gotischen Kirchen und Klöstern bis zu den prachtvollen barocken Gottesburgen. Und eingebettet sind all diese Schätze in herrliche Landschaften, wie der lieblichen Wachau mit ihren Weinhängen, dem mystischen Waldviertel mit seinen stillen Wäldern oder auch dem wild-romantischen Alpenvorland.“

Literaturempfehlungen

Vorschlag für Ihre individuelle Kompensation (für 400 kg CO2): € 10,–

Download

Hier können Sie das Reiseprogramm als PDF-Datei herunterladen:
′Klösterreich′-Barocke Kunst im Donauraum


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