JORDANIEN: Die andere Seite des Jordan

Neben Israel/Palästina gehört auch das Ostjordanland zum Kernland der israelitischen Stämme. Hier liegen der Berg Nebo, von wo aus Mose das „Verheißene Land" erblickte und die Jabbokfurt, wo Jakob mit dem Engel rang. Am Ufer des Jordan befindet sich die Taufstelle Jesu, die wie die Herodesfestung Machärus an Johannes den Täufer erinnert. Dscherasch (das „Pompeji des Nahen Ostens") und die Nabatäer-Hauptstadt Petra gehören zu den großartigsten Ruinenstätten der Antike.

Auf einen Blick

  • Biblische Orte östlich des Jordan
  • Herodesfestung Machärus hoch über dem Toten Meer
  • Zwei Besichtigungstage in Petra
  • Geländewagenfahrt in der Wüstenlandschaft des Wadi Rum
  • Besuch des ev.-luth. Pilgerzentrums in „Betanien jenseits des Jordan“
  • Begegnung mit einem Experten kirchlicher Flüchtlingsarbeit

Reiseverlauf

1. Tag: Aufbruch nach Jordanien
Linienflug nach Amman: Hotelbezug für drei Nächte. (ca. 40 km)

2. Tag: Amman und Dscherasch
Am Vormittag erhalten wir einen ersten Eindruck von Amman, dem Rabbat-Ammon der Bibel: Blick vom Zitadellenhügel über die Stadt, Gang zum römischen Theater und Besuch im Jordan Museum, dem neu eröffneten Nationalmuseum. Am Nachmittag Fahrt durch die Landschaft Gilead nach Dscherasch, der hellenistisch-römischen Dekapolisstadt Gerasa. Gemeinsam erkunden wir das ausgedehnte archäologische Gelände. Gang zu den Theatern, über Forum und Säulenstraße und zu einigen der byzantinischen Kirchen. Rückkehr zum Hotel. (ca. 100 km)

3. Tag: Wüstenschlösser und Sozialprojekt
Am Vormittag Ausflug zu den Wüstenschlössern Qasr Kharana und Qasr Amra. Am Nachmittag Begegnung mit einem Experten kirchlicher Flüchtlingsarbeit. (ca. 180 km)

4. Tag: Städte der Dekapolis
Am Morgen fahren wir nach Umm-Qeis, dem griechisch-römischen Gadara, im jordanisch-syrisch-israelischen Grenzdreieck hoch über dem Jordantal und dem Yarmuk gelegen. Besuch der Ausgrabungen rund um Oktogonalkirche und Theater. Von hier aus ergibt sich ein wunderbarer Blick zum See Gennesaret und auf die Golanhöhen. Nach einer Mittagspause in Pella Fahrt hinunter ins Jordantal zur Taufstelle Jesu am Ost­ufer des Jordan und Besuch im Pilgerzentrum der ev.-luth. Kirche. Weiter zum Toten Meer und Hotelbezug für zwei Nächte. (ca. 240 km)

5. Tag: Blick in das „Gelobte Land"
Auffahrt zum Berg Nebo. Panoramablick auf die Jordanaue und die judäische Wüste ins „Gelobte Land". In Madaba sehen wir die berühmte Mosaikkarte des Heiligen Landes aus byzantinischer Zeit. Gelegenheit zum Besuch weiterer Kirchen. Abschließend Aufstieg nach Mukhawir, der ehemaligen Herodesfestung Machärus, hoch oberhalb des Toten Meeres gelegen, auf der Johannes der Täufer enthauptet wurde. Rückkehr zum Hotel am Toten Meer. (ca. 110 km)

6. Tag: Auf der „Straße der Könige"
Fahrt nach Umm-er-Rasas, in dessen Stephanus-Kirche hervorragend erhaltene Mosaike mit Darstellungen von alt- und neutestamentlichen Städten gefunden wurden (UNESCO-Welterbe). In der Umgebung befindet sich das Heiligtum eines Eremiten (Styliten-Turm). Fahrt Richtung Süden zur eindrucksvollen Burganlage von Schobak, als „Mont real" der Kreuzfahrer bekannt. Die Burg fiel nur wenige Jahre nach ihrer Fertigstellung in die Hände Saladins. Weiter nach Petra: Hotelbezug für drei Nächte. (ca. 260 km)

7. Tag: Petra – Tempel und Grabanlagen
Erster Besuch in Petra: Durch den Siq und an der byzantinischen Stadtmauer entlang über die so genannte „via sacra" zum Hauptheiligtum Petras, dem Dushara-Tempel Kasr el-Bint. In dessen Nähe beginnt der Aufstieg (ca. 45 Min.) zum Totentempel Ed-Der, dem gewaltigsten Bauwerk Petras. Nach einem weiteren kurzen Anstieg bietet sich ein atemberaubender Panoramablick über das Felsmassiv von Petra sowie auf die israelische Seite auf Arava und Negev. Beim Abstieg besichtigen wir das Löwentriklinium. Im Zentrum von Petra erstrahlen die aus dem Stein herausgehauenen Grabanlagen an der sog. „Königswand" in der Nachmittagssonne. Einige ausgewählte Gräber werden besichtigt.

8. Tag: Petra – Weltwunder aus Fels
Zweiter Besuch des Ausgrabungsgeländes von Petra. Zu Fuß geht es durch die eindrucksvolle Eingangsschlucht (Siq). Besichtigung ausgewählter Grabmonumente, wie die Fassade des Khazne Firaun („Schatzhaus des Pharao"). Aufstieg zum 1100 m hoch gelegenen Opferplatz Zibb Atuf, von dem sich ein herrlicher Ausblick auf das Zentrum Petras bietet. Abstieg über die östliche Farasa-Schlucht, unterwegs sehen wir das Löwenrelief, das Gartengrab, das bunte Triklinium und weitere nabatäische Anlagen. Auf dem Cardo Maximus geht es wieder zurück zum Theater, das wie die Gräber aus dem Felsen gehauen wurde, und zur Theater-Nekropole.

9. Tag: Wüstenerlebnis im Wadi Rum
Fahrt in das Wadi Rum, dessen weite ockerfarbene Sandflächen von riesigen Felswänden umrahmt sind. Heute noch durchstreifen drei Beduinenstämme mit ihren Herden diese eindrucksvolle Wildnis mit ihren bizarren Felsformationen. Als Teil der „Weihrauchstraße" zogen hier einst die Handelskarawanen der Nabatäer hindurch. Auch war dieses Gebiet das Aktionsfeld des berühmten Lawrence von Arabien. Geländewagenfahrt durch einige Seitentäler des Wadi Rum. Am Nachmittag gelangen wir über den "Desert Highway" nach Amman. Hotelbezug für eine Nacht. (ca. 430 km)

10. Tag: Abschied und Heimreise
Transfer zum Flughafen von Amman (ca. 35 km). Rückflug.