HEILIGES LAND - Chorreise in Jerusalem

Chor-Studienreise

Für das Jerusalem-Chorprojekt schreibt unser Chorleiter Herr Mag. Brunner: „Die gemeinsamen Chorproben möchte ich unter das Motto „Begegnungen" stellen. Zu Beginn steht der Prozess „um den Chor" im Vordergrund; Bewegungs- und Auflockerungsübungen; natürlich Einsingübungen; Chorklangübungen; das Aufeinander Hören als zentrale Übung beim Singen; und proben, proben, proben.Die Literatur wird je nach Gruppengröße und Möglichkeit des Chores zusammengestellt: mir schwebt ein bunter Mix aus verschiedenen Stilrichtungen vor. A-capella-Stücke und von mir am Klavier begleitete Stücke. Somit auch musikalisch eine sehr spannende und intensive Reise mit einem abwechslungsreichen Programm und ungewöhnlichen Auftrittslokalitäten. Wichtig ist die Bereitschaft, diese musikalischen Begegnungen offen anzunehmen."Der Vormittag ist der Chorarbeit vorbehalten, am Nachmittag sind Ausflüge in Jerusalem bzw. in die Umgebung unter fachkundiger örtlicher Reiseleitung geplant. als Höhepunkt sind gemeinsame Chorauftritte geplant.

1. Tag: Aufbrechen und Ankommen
Linienflug von Wien nach Tel Aviv. Von der Küstenebene erreichen wir in einer knappen Stunde Jerusalem. Erster Blick auf die Heilige Stadt vom Skopus-Berg. Eine kleine Wanderung am Fuß des Ölberges zum Garten Getsemani ermöglicht uns einen ersten Eindruck dieser großartigen Stadt. Quartierbezug im Österr. Pilger-Hospiz zur Heiligen Familie direkt in der Altstadt für sieben Nächte.

2. Tag: Vom Ölberg zur Auferstehungskirche
Am Vormittag Chorarbeit im Salon des Pilger-Hospizes. Nach dem Mittagessen Fahrt hinauf auf den Ölberg mit Blick auf die Altstadt und Besuch der wichtigen Pilgerstätten, wie Vater-Unser-Kirche und Garten Getsemani, der uns an den Gründonnerstag erinnert. Wir verlassen das Kidrontal und erreichen durch das Löwen-Tor wieder die Altstadt. Wir folgen den pittoresken Gassen und besuchen St. Anna, wo die Kreuzfahrer für die Eltern von Maria (Anna und Joachim) eine prächtige Kirche am Betesda-Teich errichten ließen (die herrliche Akustik lädt zum Singen ein). Weiter geht es über die mittelalterliche Via Dolorosa bis hin zur Grabes- und Auferstehungskirche, wo sich 15 christliche Konfessionen die wichtigen Orte der Kreuzigung und Grablegung Jesu teilen. Rückkehr zum Pilger-Hospiz.

3. Tag: Neustadt von Jerusalem
Am Vormittag Chorarbeit. Nach dem kleinen Mittagessen im Hospiz fahren wir in die westliche Neustadt von Jerusalem. Vor der Knesset, dem israelischen Parlament, sehen wir den berühmten Leuchter (Menorah) und besuchen im Israelmuseum das große Modell Jerusalems zu Zeit Jesu, das viel zur Verständnis der Stadt in römischer Zeit beiträgt. Im Museum finden wir auch den Schrein des Buches, der wichtige Bibeltexte aus Qumran zeigt. Anschließend Besuch der Shoa-Gedenkstätte Jad Vashem. Rückkehr zum Pilger-Hospiz.

4. Tag: Wüste erleben
Am Vormittag Chorarbeit und Mittagessen im Hospiz. Gleich hinter dem Ölberg beginnt die Wüste Juda. Unser Ausflug führt hinunter zum tiefsten Punkte der Erde – ans Tote Meer und weiter an der Oase En Gedi vorbei nach Masada, der einzigartigen Felsenfestung des Herodes. Wie ein riesiger Flugzeugträger erhebt sich die Felsformation mit dem großen Ausgrabungsgelände, das wir mit der Seilbahn erreichen. Es erzählt die Geschichte des dreijährigen Kampfes der Zeloten gegen die römischen Belagerer. Anschließend Bademöglichkeit im Toten Meer, wo wir weder schwimmen noch untergehen können. Auf der Rückfahrt nach Jerusalem kurzer Abstecher in die Wüste Juda und Blick auf das St. Georgs-Kloster im Wadi Kelt. Rückkehr zum Pilger-Hospiz.

5. Tag: Erster Auftritt und Besuch der ältesten Besiedelung und Synagoge
Voraussichtlich erster Auftritt im Club der Österr. Juden in Jerusalem. Anschließend kleiner Mittagsimbiss unterwegs und Gang zur Davidstadt, wo wir den Ursprung der Stadt rund um die lebenswichtige Gihon-Quelle hautnah entdecken können. Mutige nehmen den wasserführenden Hiskija-Tunnel (ca. 2700 Jahre alt) die anderen gehen den trockenen kanaanäischen Tunnel zum Shiloah-Teich. Am späteren Nachmittag/Abend besteht die Möglichkeit zum Besuch einer Shabat-Aufgang-Zeremonie in der (ehemals deutschsprachigen) Har-el-Synagoge – heute Reformsynagoge mit Rabbinerin. Anschließend Abendessen in einem Restaurant außerhalb der Altstadt. Rückkehr zum Pilger-Hospiz.

6. Tag: Christlicher Zion und Armenisches Viertel
Chorarbeit. Mittagessen im Hospiz. Der heutige Stadtrundgang führt uns über das jüdische Viertel zum Christlichen Zion, wo wir die Anfänge von Kirche rund um Abendmahlsaal und Dormitio-Kirche entdecken können. Wir besuchen auch die Kirche „St. Peter zum Hahnenschrei", die an den Verrat durch Petrus erinnert. Anschließend schlendern wir durch das (ebenfalls christliche) armenische Viertel mit der Jakobus-Kathedrale zur Zitadelle: das dortige Stadtgeschichte-Museum bietet auch einen grandiosen Blick vom Davidsturm aus. Abschließender Bummel durch das neue Mamila-Viertel beim Jafo-Tor mit seinen super(teuren) Boutiquen und lässigen Roof-Top-Bars. Evtl. am Abend Konzert. Rückkehr zum Pilger-Hospiz.

7. Tag: Ausflug nach Betlehem
Fahrt nach Betlehem und Chor-Auftritt in einer Kirche. Das heutige Mittagessen findet in einem „Beduinen-Zelt" in Beit Sahur, dem Gedächtnisort der Hirtenfelder statt. Nach vielen Vorspeisen wird am Ende auch die Wasserpfeife gereicht. In Betlehem besuchen wir den berühmten Krippenplatz vor der uralten Geburtskirche, die über einem Grottensystem gebaut ist, wo wir in der Geburtsgrotte auch die Lampen des Friedenslichtes finden werden. Besuch in der direkt angebauten Katharinenkirche, von wo der katholische Weihnachtsgottesdienst übertragen wird. Bei einem abschließenden Besuch in der Milchgrotten-Kirche erfahren wir deren Geheimnisse und Legenden. Rückkehr nach Jerusalem ins Pilger-Hospiz.

8. Tag: Tempelplatz, Abschied und Heimreise
Ein früher Gang auf den Tempelplatz (Haram) ermöglicht uns zwar nur die Außenbesichtigung der Al-Aksa-Moschee und des Felsendomes (eine Innenbesichtigung ist schon seit 2001 nicht mehr möglich), aber wir können auch so die Faszination der großen islamischen Bauten erahnen. Beim anschließenden Besuch bei der Westmauer, auch Klagemauer genannt, erleben wir mit ein wenig Glück eine Bar Mizwa („jüdische Firmung"). Fahrt hinunter in die alte Hafenstadt Jafo, wo wir im Joppe der Apostelgeschichte an Simon den Gerber denken und an die Vision des Petrus in der gleichnamigen Kirche. Mit herrlichem Blick auf den Strand von Tel Aviv beenden wir unsere Reise und fahren zum Flughafen Tel Aviv. Rückflug mit Linienmaschine nach Wien.