Türkei: Von Ephesus bis Istanbul

„Asia“ nannten die Römer einst die Provinz an der Westküste der heutigen Türkei und bestimmten Ephesus zu ihrer Hauptstadt. Für Paulus war sie lange ein Zentrum seiner Missionstätigkeit. Später wurde die Region dann das „kleine Asien“, Kleinasien, genannt, um sie von dem Kontinent, der diesen Namen trägt, abzugrenzen. Unsere Reise führt in diese kulturell überaus reiche Region und will einen Überblick über diesen Teil der biblischen Welt geben. Neben den Stätten der Offenbarung des Johannes und wichtigen Paulusorten steht als Höhepunkt der Reise die Metropole am Bosporus am Programm. Byzanz/Konstantinopel/Istanbul so die verschiedenen Namen jener Hauptstadt die auch die europäische Geschichte prägte.

Auf einen Blick

  • großartige Ausgrabungen in Ephesus
  • Orte aus der Offenbarung des Johannes
  • Ausführliche Besichtigungen in Istanbul

Reiseverlauf

1. Tag
Willkommen in der Türkei
Flug von Wien über Istanbul nach Izmir. Fahrt nach Kusadasi. Hotelbezug für zwei Nächte. Abendessen und Übernachtung.

2. Tag
Ephesus, Empfängerin des ersten Sendschreibens
„Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt“ (Offb 2,7)
Fahrt durch das Mäander-Tal bis nach Selcuk. Umfangreiche Besichtigung des hellenistisch-römischen Ephesus. Mit Lukasgrab, Agora, öffentlichen Gebäuden, Celsus-Bibliothek, Hanghäuser, Marmor- und Kuretenstraße, Gymnasion; Theater, in dem sich die Silberschmiede gegen Paulus versammelt hatten (Apg 19). Besuch der Marienkirche, in der im Jahr 431 n.Chr. das dritte ökumenische Konzil stattfand. In dieser Stadt hatte Apostel Paulus die christliche Lehre verkündet und viele Anhänger gefunden. Die Stätte des einst als Weltwunder gefeierten Artemistempels befindet sich in unmittelbarer Nähe. Anschließend Gang über den Ayasoluk-Hügel zur Johanneskirche. Die Johannesbasilika wurde im 6. Jahrhundert von Kaiser Justinian I. über dem vermuteten Grab des heiligen Johannes errichtet und galt als eine der größten Sakralbauten des byzantinischen Reiches. Abendessen und Übernachtung.

3. Tag
Smyrna und Sardes
„Ich kenne deine Werke. Dem Namen nach lebst du, aber du bist tot“ (Offb 3,1).
Fahrt nach Izmir, dem antiken Smyrna (Apg 2,8 ff). Nach Ephesos ist sie die Empfängerin des zweiten Sendschreibens. Besichtigungen in Smyrna und Weiterfahrt zur antiken Stadt Sardes, der Hauptstadt des Lydischen Reiches und Residenz des legendären Königs Krösus, dessen Reichtum sprichwörtlich war. Das fünfte Sendschreiben in der Offenbarung ist an die Gemeinde in Sardes gerichtet (Offb. 3,1-6). Besichtigung der Synagoge, des Gymnasiums, des Artemistempels und der neuen Ausgrabungen. Hotelbezug in Sardes für zwei Nächte. Abendessen und Übernachtung.

4. Tag
Philadelphia und Laodizea
„Siehe! Ich stehe an der Tür und klopfe an“ (Offb 3,20)
Fahrt nach Philadelphia, „die Stadt der brüderlichen Liebe“. In der Offenbarung zählt Philadelphia zu einer kleinen Gemeinde, die aber „treu und stark“ ist (Offb. 3,7-13). Danach Fahrt zur Nachbarstadt Laodizea, die durch Antiochos II. nach seiner Gemahlin benannt wurde; sie ist eine der sieben ältesten christlichen Gemeinden Kleinasiens. Der Ort war zu byzantinischer Zeit Bischofssitz. (Off. 3, 14-22). Anschließend Weinverkostung. Danach Rückkehr zum Hotel und Abendessen.

5. Tag
Pergamon, Empfängerin des dritten Sendschreibens
„Ich weiss, wo du wohnst, nämlich da, wo der Thron des Satans ist“ (Offb 2,13).
Fahrt nach Akhisar, dem alten Thyatira, einem Ort der Apokalypse (Offb. 2,18-29). Besuch des Areals mit den antiken Funden. Nach der Besichtigung Weiterfahrt nach Bergama, dem früheren Pergamon, wo sich ebenfalls eine der sieben Kirchen der Apokalypse befand. Pergamon war Hauptstadt des Pergamenischen Reiches, welches um 280 v. Chr. von Philetairos gegründet und unter König Eumenes II. eines der mächtigsten Reiche Kleinasiens wurde. Besichtigungen: Akropolis mit Resten der Königspaläste, Tempel und Bibliothek, hellenistisches Theater, Fundament des Zeusaltars, Rote Halle und Kultbezirk des Heilgottes Asklepios. Hotelbezug für eine Nacht und Abendessen im Hotel.

6. Tag
Assos und Troja
Fahrt nach Behramkale; Aufstieg nach Assos. Diese Stadt hat mit seiner grandiosen Stadtbefestigung, dem archaischen Tempel, den Ruinen der Agora und seinen osmanischen Monumenten viele Zeugnisse seiner bedeutenden Geschichtsepochen bewahrt. Von der Akropolis, mit dem einzigen dorischen Tempel Kleinasiens, genießt man ein unvergessliches Panorama. Nach der Besichtigung kurze gemeinsame Wanderung auf der antiken Straße, die einst schon der Apostel Paulus während seiner Missionsreise begangen hat. Weiterfahrt nach Troja. Besichtigung der sagenumwobenen Stadt, die Homer in seinem Epos Ilias beschrieben hat. Anschließend Besuch im neuen Museum von Troja. In dem 11.200 m² Innenraum werden 2.000 Exponate ausgestellt, die unter mehr als 40.000 Fundstücken sorgfältig ausgewählt wurden. Anschließend Fahrt zum Zentrum der Stadt Çanakkale. Besuch der Festungsanlage Çimenlik Kalesi, die 1452 unter Mehmet dem Eroberer erbaut wurde und in der sich auch das Marinekommando-museum der Dardanellen mit Exponaten rund um die Schlacht von Gallipoli aus dem Ersten Weltkrieg befindet. Danach Freizeit an der Uferpromenade, wo Sie eine originalgetreue Nachbildung des berühmten Trojanischen Pferdes sehen können. Hotelbezug in Canakkale für eine Nacht. Abendessen im Hotel.

7. Tag
Stadt der Konzilien, Nicäa
Fahrt zum Zentrum von Bursa, dem antiken Prusia, einst Hauptstadt des Osmanischen Reiches: Besuch von Ulu Camii und der Grünen Moschee. Anschließend Fahrt zur Konzilsstadt Nicäa (Iznik). Auf Luftaufnahmen entdeckten die Archäologen im Jahr 2014 im Iznik-See die Umrisse einer antiken Ruine. Es könnte sich um den Tagungsort des Ersten Ökumenischen Konzils von Nicäa handeln, welcher bis jetzt nie gefunden wurde. Kurze Bootsfahrt zur Ruine; die Umrisse der dreischiffigen Basilika befindet sich etwa 20 Meter vom Ufer entfernt und liegt 1,5 bis zwei Meter tief unter Wasser (Wetterabhängig). Weitere Besichtigungen in der geschichtsträchtigen Stadt Nicäa: die Hagia Sophia von Nicäa; der Ort des siebten Konzils im Jahr 787, Yesil Camii, die Ruinen des römischen Theaters und Mauerring um die Stadt. Hotelbezug für eine Nacht und Abendessen im Hotel.

8. Tag
Stadt der Konzilien, Konstantinopel
Fahrt nach Istanbul. Besuch der Irenenkirche, die einst schönste Kirche der Christen und die Geburtsstätte des Glaubensbekenntnisses war. In unmittelbarer Nähe der Irenenkirche liegt der Topkapi Palast; von diesem Palast aus beherrschten die Sultane viele Jahrhunderte lang das riesige Osmanische Reich. Prächtige Schatzkammern, bedeutende islamische Reliquien und Pavillons aus mehreren Jahrhunderten machen die Besichtigung der Palastanlage zu einem besonderen Erlebnis. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf den Bosporus. Zimmerbezug für zwei Nächte. Abendessen in einem Fischrestaurant am Bosporus.

9. Tag
Istanbul gestern und heute
Die drei ökumenischen Konzilien von Konstantinopel (381, 553 und 680) fanden in der Umgebung von Kaiserpalast und Hagia Sophia statt. Besichtigungen in der Altstadt: Besuch des im Jahre 333 von Konstantin d. Gr. vollendeten Hippodroms, des einzigen Ortes, an dem Volk und Herrscher zusammentrafen. Unter den Denkmälern, die das Hippodrom heute ausschmücken, ist, neben dem Obelisken Thutmosis' III., der Schlangensäule und dem gemauerten Obelisken, auch der von Kaiser Wilhelm II. gestiftete Deutsche Brunnen (Alman Cesmesi) beachtenswert. Weitere Besichtigungen des Tages: die Sultan Ahmet Moschee (auch Blaue Moschee genannt) und die Hagia Sophia, die unter Kaiser Konstantin d.Gr. 326 geweiht und nach zweimaliger Zerstörung im Auftrag von Kaiser Justinian in der heutigen vergrößerten Form wiedererrichtet wurde. Dieses 1500 Jahre alte Bauwerk stellt eine der genialsten Raumschöpfungen der Weltarchitektur dar. Anschließend Fahrt entlang der byzantinischen Stadtmauern; die so genannten Landmauern ragen auf einer Länge von fast 6,7 km mit insgesamt 178 Türmen und 9 Toren empor. Danach Besuch des Ägyptischen Gewürzmarktes. Anschließend geruhsame Bootsfahrt auf dem Bosporus (ca. 2 Stunden) - unter den beiden großen Hängebrücken hindurch vorbei an mehreren Palästen, Sommervillen, Holzhäusern sowie der Festung Rumeli Hisari und wieder zurück zum Goldenen Horn. Abendessen im bekannten Kebabhaus Develi bei Samatya.

10. Tag
Abschied und Heimreise
Besuch der Chorakirche (Kariye Camii), deren Mosaiken eines der bedeutendsten Denkmäler byzantinischer Kunst darstellen. Anschließend Besuch im Phanar in der Kirche des griechisch-orthodoxen Patriarchats. Danach Fahrt zum Galataturm. Weiter zur St. Georgs-Gemeinde und anschließend Bustransfer zum Flughafen von Istanbul und Rückflug nach Wien.