Spanien: NORDSPANIEN Auf alten Pilgerstraßen nach Santiago de Compostela

Studienreise

Nicht zuletzt aufgrund des Buches und Filmes von Hape Kerkeling erlangte der jahrhundertealte Pilgerweg nach Santiago de Compostela wieder große Beliebtheit. Schon seit dem frühen 9. Jahrhundert pilgern Menschen auf dem „Weg der Sterne" zum Grab des Apostels Jakobus im äußersten Westen Spaniens. Heute sind die Beweggründe oft profaner Natur. Die mittelalterlichen Pilger nach Santiago de Compostela verstanden sich als „Wanderer Gottes". Deutliche Wegmarken, Kirchen und Hospize, kennzeichnen den „Camino". Wer Mühe und Glück der Vor-Gänger auch nur erahnen will, muss selbst dann und wann die Wanderschuhe schnüren und einige Meilen weit den Boden unter seinen Sohlen spüren. Darum bieten wir diese Fahrt mit sorgfältig ausgesuchten, kleinen Wanderungen an, die natürlich ersatzweise auch mit dem Bus zurückgelegt werden können. Wir möchten Sie auf die Spur einer großen Erfahrung bringen.

1. Tag: „Wir sind dann ‘mal weg“
Linienflug nach Bilbao. Auf dem Weg nach Pamplona Fotostopp an Frank O. Gehrys spektakulärem Guggenheim-Museum. Hotelbezug in Javier (1. Termin) bzw. Pamplona für zwei Nächte. (ca. 160 km)

2. Tag: Ausflug in die Pyrenäen
Pamplona: Gang durch den mittelalterlichen Stadtkern zur Kathedrale. Ausflug in die Pyrenäen zum Ibañeta-Pass, dem Ausgangspunkt des spanischen „Camino Navarro". Etwa halbstündiger Fußmarsch von der Passhöhe hinab nach Roncesvalles und Besuch der Klosterkirche. Das Kloster San Salvador de Leyre ist eines der ältesten romanischen Bauwerke Nordspaniens mit dem Mausoleum der ersten Könige von Navarra. Wir besuchen Sangüesa, wo die Pilger vom Somport-Pass her eintreffen. (ca. 200 km)

3. Tag: Brücken am Weg
Fahrt zur oktogonalen Grabkirche von Eunate (Außenbesichtigung). In Puente la Reina, wo die beiden Routen vom Ibañeta- und Somport-Pass zusammentreffen, Gang durch den Ort und über die romanische Brücke, die den Rio Arga überspannt. Kleine Wanderung von Cirauqui bis zur Römerbrücke (ca. 0,5 Std.). Busfahrt nach Estella, dem „Toledo des Nordens", mit Palast der Könige von Navarra. Hotelbezug für eine Nacht in Logroño. (ca. 100 km)

4. Tag: Über Nájera nach Burgos
Fahrt nach Nájera: Kloster Santa Maria mit Kreuzgang und Grablege der späteren Könige von Navarra. Über den Ort des „Hühnermirakels", Santo Domingo de la Calzada, und Villafranca in den „Montes de Oca" geht's zur Ermita de Valdefuentes: Wanderung (ca. 1,5 Std.) nach San Juan de Ortega. Weiter nach Burgos: Hotelbezug für zwei Nächte. (ca. 140 km)

5. Tag: Glanzlichter der Gotik und Romanik
Burgos: Besichtigung der großartigen Kathedrale der Stadt, die im Mittelalter Hauptstadt der vereinigten Königreiche Kastilien und León war. Ausflug zu dem in der Nähe von Burgos gelegenen Kartäuserkloster Miraflores. Das Kloster Santo Domingo de Silos beeindruckt mit doppelstöckigem Kreuzgang, dessen Kapitelle und Reliefs zu den Meisterwerken romanischer Skulptur gehören. (ca. 130 km)

6. Tag: Von Burgos nach León
Fahrt nach Castrojeriz: Gang durch den Ort (ca. 0,5 Std.). Mit dem Bus zur Brücke über den Rio Pisuerga und zum ehemaligen Pilgerrastplatz Frómista mit der romanischen Kirche San Martin. Nach einer Mittagspause in Carrion de los Condes Wanderung nach Calzadilla de la Cueza (ca. 1,5 Std.). In Sahagún Außenbesichtigung der romanischen Backsteinkirchen. Hotelbezug für zwei Nächte in León, der ehemaligen Hauptstadt des Königreichs León. (ca. 200 km)

7. Tag: Sixtinische Kapelle der Romanik
León: Gelegenheit zum Besuch eines Gottesdienstes. Sie besichtigen die großartige Basilika San Isidoro mit dem Pantheon der Könige, die gotische Kathedrale und das prächtige Renaissance-Kloster S. Marcos. Der Rest des Tages steht Ihnen für eigene Entdeckungen zur Verfügung.

8. Tag: Von León nach Ponferrada
Fahrt vorbei am modernen Wallfahrtsheiligtum Virgen del Camino nach Hospital de Orbigo: Gang durch den Ort und über die mittelalterliche, imposante Brücke mit ihren 20 Bögen. In Astorga bestaunen wir die spätgotische Kathedrale. Von Foncebadón Aufstieg (ca. 1 Std.) zum Cruz de Ferro. Hotelbezug in Ponferrada für eine Nacht. (ca. 110 km)

9. Tag: Über Berg und Tal
Durch das Nachtigallental Wanderung (ca. 2 Std.) nach Villafranca del Bierzo. Dann Fahrt nach Herrerias: Wanderung (ca. 2,5 Std. steil bergauf) auf den Cebreiro-Pass mit seiner frühromanischen Kirche und den Pallozas (keltische Rundbauten). Über Samos und Sarria Fahrt nach Portomarin: Rundgang durch den Ort mit Besuch der Nikolaus- und Peterskirche. Schließlich kommen wir nach Santiago de Compostela: Besuch am Grab des Apostels Jakobus; Hotelbezug für drei Nächte. (ca. 250 km)

10. Tag: Die Stadt des Jakobus
Besichtigungen in Santiago de Compostela, das seit Jahrhunderten der berühmteste Wallfahrtsort Europas ist: Kathedrale mit der prächtigen Puerta de las Platerias und dem gotischen Kreuzgang; Rundgang um die Kathedrale und durch die malerische Altstadt mit ihren Kirchen, Klöstern, Hospitälern und Gassen; Möglichkeit zur Teilnahme am Pilgergottesdienst in der Kathedrale.

11. Tag: Das „Ende der Welt“
Ausflug nach Padrón, wo nach der Überlieferung die Gebeine des Jakobus angelandet sind. Weiter nach Noya und über Muros an die galicische Atlantikküste zum Cabo Finisterre, dem „Ende der Welt". Rückkehr nach Santiago de Compostela: Zeit zur freien Verfügung. (ca. 200 km)

12. Tag: Abschied und Heimreise
Rückflug nach Wien.