SPANIEN: Kastilien / Extremadura - Im Herzen Spaniens

Studienreise

Wie in kaum einem anderen Land Europas kreuzten sich hier die Wege verschiedener Kulturen: Römer und Westgoten haben ebenso wie Juden und Araber in Zentralspanien ihre Spuren hinterlassen, die in Architektur und Kunst, Literatur und Lebensgewohnheiten den Sturm der Reconquista überdauerten. Nach der Rückeroberung durch die christlichen Könige wurde Kastilien zum Zentrum des Reiches, in dem „die Sonne nicht unterging". Trotz Inquisition, Ausdruck einer Intoleranz, die für Andersgläubige keinen Platz mehr ließ, waren die „goldenen Jahrhunderte" („El Siglo de Oro") auch eine Zeit geistiger Blüte: Die Mystikerin Teresa von Ávila, auf deren Spuren wir uns begeben werden, prägte die Epoche nicht weniger als der Machtmensch Philipp II. – und wie Cervantes, Velazquez, Zurbarán und Calderon wirkten sie weit über Spanien hinaus.

1. Tag: Aufbruch und Ankommen
Linienflug von Wien nach Madrid, der Hauptstadt Spaniens. Fahrt nach Süden zur herrlich gelegenen Stadt Toledo, welche wie kaum eine andere Stadt Europas dieser Größe noch heute ihre historische Geschlossenheit bewahrt hat: Hotelbezug für zwei Nächte. (ca. 90 km)

2. Tag: Jüdisches und christliches Toledo
In Toledo besuchen Sie zunächst die mächtige Kathedrale, in der El Grecos Kreuzabnahme Christi zu bewundern ist – eine der beeindruckendsten Kirchen der Welt. Weiter geht's ins Westgotenmuseum in der Kirche San Roman, wo auserlesene archäologische Stücke aus dem 6. bis 8. Jahrhundert gezeigt werden, darunter Gemälde, Goldschmiede- arbeiten und Schriftstücke sowie Grabbeigaben aus der Nekropole von Carpio de Tajo. Etwas ganz Besonderes sind die beiden einzigen in Zentralspanien erhalten gebliebenen Synagogen, Santa Maria la Blanca oder El Tránsito. In der Pfarrkirche Santo Tomé stehen Sie staunend vor dem riesigen Gemälde El Grecos, das das Begräbnis des Grafen von Orgaz und damit eine der berühmtesten Arbeiten des Künstlers darstellt. Danach sehen Sie das Hospital de Tavera, ein großartiges Renaissancegebäude mit einem wunderschönen Innenhof. Im früheren Hospital Santa Cruz wird Sie die Abteilung der Schönen Künste begeistern, die eine bedeutende Ausstellung von toledanischen Gemälden aus dem 16. und 17. Jahrhundert mit Werken von El Greco zeigt.

3. Tag: Wallfahrer und Eroberer
Fahrt zum Wallfahrtsort Guadalupe und Besichtigung des Klosterkomplexes sowie der Marienkapelle. In Trujillo, Heimat der Konquistadoren Pizarro und Orellana, Altstadt-Rundgang sowie Besuch der Kirche Santa María la Mayor mit ihrem sehenswerten Hochaltar. Hotelbezug für zwei Nächte. (ca. 185 km)

4. Tag: Römer und Reconquista
Ausflug nach Mérida, der kulturell bedeutenden Römerstadt, einst Hauptstadt der Provinz Lusitania: Besichtigung des eindrucksvoll restaurierten römischen Theaters und Amphitheaters, des Archäologischen Museums, der römischen Brücke sowie der Aquädukte. Rundgang in Cáceres, der mittelalterlichen Stadt der Reconquista, in der die Zeit seit den Kämpfen gegen die Araber stehen geblieben zu sein scheint. (ca. 220 km)

5. Tag: Auf nach Ávila „Warte Kastiliens“
Fahrt auf herrlicher Strecke durch den Naturpark Monfragüe nach Yuste: Besichtigung des am Fuße des Gredos-Gebirges gelegenen Klosters der Hieronymus-Mönche mit den Gemächern Karls V. Im vollständig von einer eindrucksvollen Mauer umgebenen Ávila, als höchstgelegene Provinzhauptstadt Spaniens auch die „Warte Kastiliens" genannt, lockt ein Aufstieg auf den Mauerkranz mit grandiosem Blick auf Stadt und Umland. Gelegenheit zum Gottesdienstbesuch und Hotelbezug für vier Nächte. (ca. 300 km)

6. Tag: Auf den Spuren der großen Mystikerin
Rundgang durch die Altstadt Ávilas, Geburtsort der großen Mystikerin Teresa von Ávila: Wir sehen die zum Teil in die Stadtmauer eingebaute Kathedrale und die Basilika von San Vicente, ein Meisterwerk romanischer Baukunst. Das Leben und Wirken Teresas, der überragenden Frau der spanischen Mystik, ist an ihren zahlreichen Gedenkstätten noch heute zu spüren. Wir besuchen das Geburtshaus Teresas, heute das Karmeliter-Konvent Santa Teresa, und das Kloster Santa María de la Encarnación, wo die Heilige lange Priorin war. Spaziergang zum Dominikanerkloster Sto. Tomas und zur Kirche San Pedro.

7. Tag: Die „Goldene Stadt“
Ausflug nach Alba de Tormes, Sterbeort und Begräbnisstätte der Teresa von Ávila: Besuch der Klosterkirche mit dem Grab der Heiligen. Es geht weiter nach Salamanca, wegen des hellen Sandsteins die „Goldene Stadt" genannt: Römerbrücke und Universität, eine der ältesten Europas, wo zahlreiche Geistesgrößen Spaniens ausgebildet wurden; die beiden Kathedralen geben einen Eindruck von früher und später Gotik in Spanien; Halt auf der Plaza Mayor, die als schönste des Landes gilt. (ca. 240 km)

8. Tag: Ein Hauch von Mittelalter
Ausflug nach Segovia, durch das nach wie vor ein Hauch von Mittelalter weht: Besichtigung des imposanten Aquäduktes aus der Römerzeit, des am Ende der Oberstadt aufragenden Alcázar, der spätgotischen Kathedrale, der ungewöhnlichen und von den Tempelrittern außerhalb der Stadt erbauten Vera-Cruz Kirche sowie des zauberhaft gelegenen Hieronomiten-Klosters von El Parral. Im Karmeliter-Kloster befindet sich die Grablege des Mystikers Johannes vom Kreuz. Typisches Spanferkel-Mittagessen in Segovia (anstelle eines Abendessens im Hotel). (ca. 130 km)

9. Tag: Klosterpalast und Hauptstadt
Fahrt zum Escorial, Symbol für Macht und gegenreformatorische Strenge Philipps II.: Besichtigung des Klosterpalastes mit wertvoller Bibliothek und Pantheon der spanischen Könige seit Karl V. Anschließend Fahrt nach Madrid: orientierende Stadtrundfahrt und Gang durch das Madrid der Habsburger mit dem Königspalast (Außenbesichtigung), Plaza de la Villa, Plaza Mayor und Puerta del Sol; Hotelbezug für zwei Nächte. (ca. 115 km)

10. Tag: Weltberühmter Prado
Madrid: Besuch des Prado, eine der wichtigsten Gemäldegalerien der Welt mit Führung zu den Werken der alten spanischen und deutschen Meister. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung.

11. Tag: Abschied und Heimreise
Fahrt zum Flughafen von Madrid: Rückflug nach Wien.