Zwei Länder - Ein Kulturraum

NORDMAZEDONIEN - GRIECHENLAND: Makedonien

Studienreise

Nachdem der jahrzehntelange Namensstreit beigelegt ist, möchten wir Sie in touristisches Neuland locken: In die Republik Severna Makedonija (Nordmazedonien) und die nordgriechische Provinz Makedonía, eine Region, die trotz ihrer bewegten Geschichte und Gegenwart immer noch (fast) ein weißer Fleck auf unserer geistigen Landkarte ist. Sie führt in die bezaubernde Landschaft der „Schluchten des Balkan“ und zu einer wahren Fülle kunstgeschichtlicher Kostbarkeiten.

Auf einen Blick

  • Glanzpunkte Nordmazedoniens und Makedoniens
  • Herausragende Zeugnisse byzantinischer Kunst
  • Besuch der Insel Agios Achillios im Kleinen Prespa-See
  • Ruderbootfahrt zu den unterirdischen Quellen des Ohrid-Sees

Reiseverlauf

1. Tag: Skopje: Geschichte und Gegenwart
Linienflug von Wien nach Skopje, Hauptstadt der Republik Nordmazedonien: In der Altstadt sehen wir die Festung Kale, die Mustafa-Pascha-Moschee aus osmanischer Zeit, die orthodoxe Erlöserkirche Sv. Spas mit ihrer barocken Ikonostase sowie das Bazarviertel mit Karawansereien und türkischen Badehäusern. Das neue Zentrum „Skopje 2014“ zeigt, wie sich das Land unter der früheren Regierung mit ungezählten Denkmälern und historisierenden Bauten darzustellen versuchte. Hotelbezug für eine Nacht. Typisch mazedonisches Abendessen.

2. Tag: Höhepunkte byzantinischer Kunst
Ein großartiger Höhepunkt gleich am Morgen: die Kirche Sv. Pantelejmon im nahen Nerezi mit herausragenden Hagiographien von 1164, die zu den bewegendsten der byzantinischen Kunst überhaupt zählen und erkennbar die italienische Renaissance beeinflusst haben. Auf der Weiterfahrt in Richtung Nordosten ein weiteres Juwel: die Kirche Sv. Georgij in Staro Nagoricane mit Malereien der Meister Evtihij und Michailo. Ein Naturschauspiel besonderer Art sind die skurrilen Felsformationen beim Dorf Kuklica. Unser Tagesziel ist Kratovo, angeblich die älteste Stadt Nordmazedoniens mit 13 Brücken und einem türkischen, einem jüdischen, einem katholischen und einem mazedonischen Stadtteil: Hotelbezug für eine Nacht. (ca. 130 km)

3. Tag: Mittelalter und Antike
Das Kloster Lesnovo ist sowohl wegen seiner landschaftlichen Lage als auch seiner kunstgeschichtlichen Bedeutung ein Juwel! Es war einst das größte auf dem Balkan und beeindruckt mit der vollständig ausgemalten Kirche des Erzengels Michael. Danach Fahrt nach Stobi, einst Hauptort der antiken Landschaft Paionien: Die römischen Ruinen sind die bedeutendsten antiken Überreste auf dem Gebiet der Republik Nordmazedonien. Hotelbezug für eine Nacht in Veles. (ca. 160 km)

4. Tag: Von „Severna Makedonija“ ins griechische „Makedonia“
Heute geht es südwärts über die griechische Grenze nach Thessaloniki, Wirkungsstätte des Apostels Paulus (Apg 17,1-10) und Hauptstadt der heutigen griechischen Provinz Makedonien: Wir überblicken die Stadt mit ihrer bewegten Geschichte vom Kloster Vlatadon aus und sehen einige ihrer bedeutenden Kirchen, die unterschiedliche Epochen und Stile des byzantinischen Kirchenbaus repräsentieren: Osios David, die St. Georgs-Rotunde, die Basilika des hl. Demetrios und Agios Nikólaos Orfanós. Hotelbezug für zwei Nächte. (ca. 160 km)

5. Tag: Makedonische Königsstädte und Gräber
Ausflug nach Pella zu den Ruinen der einstigen (zweiten) Hauptstadt des antiken Königreichs Makedonien, Geburtsort Alexanders d. Gr., mit Häuserruinen und Fußbodenmosaiken. Die Funde zeigt das neue Museum. Nächstes Ziel sind die einzigartigen Ausgrabungen von Vergina, unter dem Namen Aigés die erste Hauptstadt des antiken Makedonien, u. a. mit dem Grabschatz Philipps II. von Makedonien, dem Vater Alexanders d. Gr. Noch weiter südwärts liegen wunderbar vor der Kulisse des „Götterbergs“ Olymp die Ausgrabungen von Dion, einst der religiöse Mittelpunkt des makedonischen Reiches. (ca. 285 km)

6. Tag: Byzantiner und Osmanen
Veria, das Beröa der Apostelgeschichte (Apg 17,10-15), war auch in byzantinischer Zeit ein wichtiges Zentrum: Wir sehen einige der kleinen, aber bemerkenswerten Kirchen der Stadt sowie das jüdische Viertel. Im ehemals reichen Siátista gibt es Herrenhäuser aus osmanischer Zeit zu bewundern, etwa das Nerantzópoulos-Haus oder das Manousi-Haus. Schließlich erreichen wir das malerisch am gleichnamigen See gelegene Kastoriá: Ein erster Besuch gilt dem kleinen, auf einer Halbinsel im See gelegenen Klos­ter der Panajía Mavriótissa; Hotelbezug für eine Nacht. (ca. 205 km)

7. Tag: Verborgene Schätze in West-Makedonien
Bei unserem Rundgang durch die Altstadt von Kastoriá mit ihren repräsentativen Herrenhäusern besuchen wir eine Auswahl der vielen ebenso malerischen wie merkwürdigen Kirchen. Weiterfahrt zu einem landschaftlichen und kunstgeschichtlichen Kleinod: zur Insel Agios Achillios im Kleinen Prespa-See nahe Albanien mit den Ruinen der großen Basilika Agios Achillios aus bulgarischer Zeit. Möglichkeit zur Wanderung zum verlassenen Kloster Panagía Porphyra. Über Florina erreichen wir wieder die Landesgrenze. Hotelbezug für eine Nacht in Bitola. (ca. 150 km)

8. Tag: Am Großen Prespa-See
Am Morgen besuchen wir in Bitola die Ausgrabungen von Heraklea Lyncestis, von Philip II. gegründet und von den Römern neu aufgebaut: Besonders sehenswert sind die wertvollen Mosaiken des 6. Jh. Ein Kleinod ist die kleine, aber weltbekannte mittelbyzantinische Kirche Sv. Gjorgji bei Kurbinovo mit ihren einzigartigen Fresken. Die stille Landschaft am Großen Prespa-See erleben wir auf dem Weg zu den historischen Dörfern Ljubojno und Brajcino mit ihren alten Steinhäusern. Die Weiterfahrt durch den Nationalpark Galicica bietet aus rund 1.700 m Seehöhe einen einzigartigen Blick über den Ohrid-See. Hotelbezug in Ohrid für zwei Nächte. (ca. 165 km)

9. Tag: Weltkulturerbe-Stadt Ohrid
Wir beginnen den Besuch von Ohrid (UNESCO-Weltkulturerbe) mit einer kurzen Bootsfahrt zum wohl bekanntesten Fotomotiv Nordmazedoniens, der malerisch über dem See gelegenen Kirche Sv. Jovan Bogoslav Kaneo aus dem 13. Jh. Dann erkunden wir zu Fuß die Stadt unterhalb der Festung des Königs Samuil und sehen zwei herausragende von angeblich 365 Kirchen: Sveta Sofija und Sveta Bogorodica Perivlepta mit Ikonensammlung. Am Nachmittag geht es zu dem am Südostufer des Sees gelegenen Klosters Sv. Naum, „Nationalheiligtum“ des Landes, mit einer romantischen Ruderbootfahrt zu den unterirdischen Quellen des Ohrid-Sees. (ca. 60 km)

10. Tag: Kirchen in großartiger Natur
Heute fahren wir über Struga durch die einzigartige Bergwelt Nordmazedoniens: Mehr als 20 Gipfel sind höher als 2.500 Meter. Wir besuchen das Frauenkloster Sv. Gjorgji (Georgs der Siegreiche) und im Nationalpark Mavrovo das berühmte, Johannes dem Täufer geweihte Kloster Sv. Jovan Bigorski (Fußweg ca. 2 x 15 Min.). Schließlich kommen wir in das vor allem von Albanern geprägte Tetovo und sehen dort die vom europäischen Barock inspirierte „Bunte Moschee“ und (wenn möglich) die Arabati-Baba-Tekke. Am späten Nachmittag erreichen wir wieder Skopje: Hotelbezug für eine Nacht. Zum Abschluss der Reise erwartet uns nochmals ein landestypisches Abendessen in einem traditionellen Restaurant. (ca. 215 km)

11. Tag: Abschied und Heimreise
Fahrt zum Flughafen Skopje und Rückflug nach Wien.