Kulturschätze zwischen Adria und Apennin

ITALIEN: Marken

Studienreise

Die Region Marken ist fast noch ein „Geheimtipp“, ein vom Massentourismus weithin verschontes touristisches Kleinod, das sich viel vom alten Charme Italiens bewahren konnte. Sie begeistert mit einer unglaublichen Vielfalt an Kunst- und Kulturschätzen und bezaubert mit einer Ursprünglichkeit, die in Italien nur noch selten zu finden ist. Die Marken (ital. „Marche“) mit der Hafenstadt Ancona als Hauptstadt liegen zwischen Adria und Apennin.

Auf einen Blick

  • Glanzpunkte und Kleinodien der Marken
  • Besuch in San Marino
  • Weinprobe in den Castelli di Jesi
  • Standortreise – kein Hotelwechsel

Reiseverlauf

1. Tag: Abreise und Ankunft
Linienflug nach Ancona: Je nach Ankunftszeit Besichtigung des ehemaligen Zisterzienserklosters Chiaravalle. Fahrt nach Urbino, das wegen seiner Architektur und Kulturgeschichte Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ist: Hotelbezug für sieben Nächte.

2. Tag: Pilgerort und Kulturstadt
Ausflug zum Pilgerort Loreto, nach Rom und Assisi der bedeutendste Pilgerort Italiens. Die Basilika vom Heiligen Haus birgt die Casa Santa, der Legende nach das Wohnhaus von Maria und Josef in Nazaret. Sehenswert sind auch die Fresken von Luca Signorelli und Melozzo da Forli in den Sakristeien. Sie besuchen den Palazzo Apostolico mit Gemälden von Lorenzo Lotto. Danach geht‘s nach Recanati, wo sich in den kleinen Sträßchen der Altstadt manch architektonisches Kleinod versteckt: prachtvolle Adelspaläste, das historische Rathaus, der mittelalterlichen Turm Torre del Borgo, aber auch beeindruckende Sakralbauten. Besuch des Geburtshauses von Giacomo Leopardi.

3. Tag: Dante, Rossini und die Römer
Zunächst fahren wir nach Gradara: Besichtigung der Festung, in der angeblich die von Dante in Verse gesetzte Liebesgeschichte der Francesca da Rimini spielt. Weiterfahrt – wenn möglich, über die Panoramastraße des Parco Colle San Bartolo – nach Pesaro, Geburtsort des Opernkomponisten Rossini: Wir sehen die Casa Rossini, die Musei Civici mit der Pala Pesaro von Bellini und unternehmen einen Spaziergang auf Spuren der jüdischen Gemeinde Pesaros. Anschließend geht’s an die Küste nach Fano, Endpunkt der römischen Via Flaminia: römischer Augustusbogen aus dem Jahr 10 n.Chr.; S. Maria Nuova mit zwei Gemälden Peruginos; S. Francesco mit den Grabmälern der Malatesta.

4. Tag: Von den Bergen an das Meer
Das auf einem Felsen über dem Marecchia-Tal spektakulär gelegene, idyllische Bergdorf San Leo wird von einer Burg aus dem 14. Jh. beherrscht. Weiterfahrt in den bergigen Kleinstaat San Marino: kurzer Rundgang in der von einer Mauer umgebenen mittelalterlichen Altstadt mit ihren schmalen, kopfsteingepflasterten Straßen. Danach geht es wieder an die Küste, wo wir im berühmten Rimini den Tempio Malatestiano mit Fresko Pieros, den Augustusbogen und die Tiberiusbrücke sehen.

5. Tag: Die Stadt der Renaissance
Dieser Tag gehört ganz Urbino: Der Palazzo Ducale beherbergt die Galleria Nazionale delle Marche, eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen der italienischen Renaissance; Geburtshaus Raffaels, dem berühmtesten Sohn der Stadt, Dom, Oratorio di S. Giovanni (mit 1416 vollendeten Fresken der Brüder Salimbeni, die das Leben Johannes des Täufers darstellen), Oratorio S. Giuseppe (mit Krippe des 16. Jh.); freie Zeit.

6. Tag: Auf den Spuren Friedrichs II.
Ausflug nach Ancona, Hauptstadt der Region Marken. Wir sehen den auf einem Hügel gelegenen romanischen Dom S. Ciriaco, die Kirche S. Maria della Piazza und die Loggia dei Mercanti. Weiterfahrt nach Jesi, wo Friedrich II. geboren wurde: Besuch des 2016 eröffneten Multimediamuseums Federico II; Teatro Pergolesi; Pinakothek im barocken Palazzo Pianetti mit Werken des in Loreto verstorbenen Lorenzo Lotto. Rückfahrt durch das für seinen hervorragenden Weißwein bekannte Weinanbaugebiet der Castelli di Jesi. Unterwegs Weinprobe.

7. Tag: Auf den Spuren der Romanik
Besuch der Klosterkirche San Vincenzo al Furlo. Weiterfahrt zu dem in bergiger Waldeinsamkeit gelegenen Camaldulenserkloster Eremo di S. Croce di Fonte Avellana am Fuße des Monte Catria. Danach zu der durch ihre Schlichtheit bestechende, romanische Kirche S. Vittore delle Chiuse. Die Tropfsteinhöhle von Frasassi gehört zweifellos zu den spektakulärsten Naturwundern Italiens.

8. Tag: Abschied und Heimreise
Über Ancona und die Panoramastraße der Riviera del Conero gelangen wir zur direkt über der Adria gelegenen ehemaligen Klosterkirche S. Maria di Portenovo. Anschließend Fahrt zum Flughafen Ancona und Rückflug.