Kunst und Kultur an der Via Aemilia

ITALIEN: Emilia Romagna

Studienreise

Die von Konsul Marcus Aemilius Lepidus 187 v. Chr. angelegte Via Aemilia führte von Placentia (Piacenza) nach Ariminum (Rimini) und gab der Region ihren Namen. Das kulturelle Erbe ist überaus vielseitig, wie die Stätten aus drei unterschiedlichen Epochen zeigen. Ravenna, das „kleine Byzanz Italiens“, ist wegen seiner spätantiken Mosaike berühmt. Dem romanischen Domkomplex von Modena sind weitere eindrucksvolle Kirchen und Klöster in Bologna, Parma und Pomposa an die Seite zu stellen. Als Kleinod der Renaissance wurde die Altstadt von Ferrara ausgezeichnet, aber auch Rimini besitzt mit dem Tempio Malatestiano eine erstrangige Kostbarkeit dieser Epoche. Von der Antike bis in die Gegenwart und von der quirligen Großstadt Bologna bis zu beschaulichen Orten wie Comacchio führt diese Reise durch eine faszinierende Region.

Auf einen Blick

  • Glanzpunkte der Emilia-Romagna
  • Auftakt in Mailand
  • Bologna, Ravenna und Parma ausführlich
  • Schifffahrt in der Lagunenlandschaft Valli di Comacchio

Reiseverlauf

1. Tag: Auftakt in Mailand
Linienflug nach Mailand-Malpensa: Hotelbezug in Mailand für eine Nacht. Spaziergang zur im 4. Jh. vom hl. Ambrosius gegründeten Kirche Sant’ Ambrogio und Besichtigung des romanischen Baues mit markantem Atrium. Fakultativ nach dem Abendessen: Spaziergang (unter Zuhilfenahme der Metro) zum illuminierten Dom (nur Außenbesichtigung) und Gang durch die Galleria Vittorio Emanuele II. zur Mailänder Scala. (ca. 50 km)

2. Tag: Romanisches Modena
Mailand: Am frühen Vormittag Besichtigung von Leonardos Abendmahl*. Es schmückt das Refektorium des Dominikanerklosters Santa Maria delle Grazie und gilt als Höhepunkt in Leonardos malerischem Schaffen. Danach Fahrt nach Modena: Nach der Mittagspause Gang zum Domplatz mit dem gewaltigen Campanile; Besichtigung des Doms mit seiner lombardisch beeinflussten Romanik; Besuch im Dommuseum. Weiterfahrt nach Bologna und Hotelbezug für zwei Nächte. (ca. 225 km)
* Falls eine Besichtigung nicht möglich ist, wird die berühmte Gemäldegalerie der Brera besucht.

3. Tag: Altehrwürdige Universitätsstadt I
In Bologna, Hauptstadt der Region Emilia-Romagna, Sitz eines Erzbischofs und der ersten Universität Europas: Ganztägige Stadtbesichtigung (Basilika S. Petronio mit Bolognini-Kapelle, Anatomisches Theater im Palazzo dell'Archiginnasio). Am Nachmittag etwas Freizeit sowie Besuch im Archäologischen Museum oder der Kirche S. Domenico mit Grablege des hl. Dominicus.

4. Tag: Altehrwürdige Universitätsstadt II
Fortsetzung der Stadtbesichtigung Bologna: Besuch der Kirche S. Maria della Vita und des großen Komplexes von S. Stefano mit der Nachbildung des Heiligen Grabes von Jerusalem; Besuch des Museums für mittelalterliche Kunst im Palazzo Ghisilardi-Fava. Am späten Nachmittag Weiterfahrt nach Ravenna: Hotelbezug für vier Nächte. (ca. 75 km)

5. Tag: Das kleine Byzanz Italiens
Stadtbesichtigung von Ravenna: frühchristliche Basilika S. Vitale mit hervorragenden Mosaiken aus der Zeit Justinians; kleine Grabkapelle aus der Zeit der Kaiserin Galla Placidia mit den ältesten Mosaiken Ravennas; Kirche S. Apollinare Nuovo mit Mosaiken aus der „arianischen" Zeit des Gotenkönigs Theoderichs; Baptisterium des Neon (der Orthodoxen); Erzbischöfliches Museum mit dem berühmten Elfenbeinthron des Erzbischofs Maximian, ein Meisterwerk der frühchristlichen Elfenbeinschnitzerei.

6. Tag: Lagunenerlebnisse
Ausflug zur Abtei von Pomposa mit ihrem weithin sichtbaren Glockenturm. Weiterfahrt nach Comacchio: Zeit zur freien Verfügung in der bezauberndsten Altstadt des Po-Deltas. Danach Schifffahrt in der Lagunenlandschaft Valli di Comacchio: Begleitet von einem Umweltführer fahren Sie im antiken Flussbett des Po, vorbei an den ehemaligen Salinen von Comacchio, wo mit etwas Glück Flamingos gesichtet werden. Wir halten an den alten „Angelhütten", wo Ihnen die Fischereimethoden und die Gebräuche der Einwohner von Comacchio nähergebracht werden (ca. 110 km)

7. Tag: Nicht nur Strandleben
Fortsetzung der Besichtigungen in Ravenna: polygonales Grabmal des Ostgotenkönigs Theoderich; frühchristliche Basilika S. Apollinare in Classe. Weiterfahrt zum eigentlichen Ausgangspunkt der „Via Aemilia“, nach Rimini, das sich schon Mitte des 19. Jh. zu einem Zentrum des Badetourismus entwickelte: Besichtigung des Tempio Malatestiano (Dom von Rimini). Bestimmt bleibt noch etwas Zeit für einen Strandbesuch. (ca. 115 km)

8. Tag: Renaissancestadt
Fahrt nach Ferrara, ehemals Familiensitz der der Este mit gut erhaltenem Bebauungskonzept der Renaissance: Stadtspaziergang mit Besuch des Domes (falls wieder geöffnet), Dommuseum, Castello Estense, Palazzo Schifanoia mit einem außerordentlichen Freskenzyklus der Monatsdarstellungen und des ehemaligen jüdischen Ghettos. Anschließend Fahrt nach Parma, die Stadt des Schinkens und des Käses: Hotelbezug für zwei Nächte. (ca. 220 km)

9. Tag: Mehr als Schinken und Käse
Parma, Gang zu einem der größten romanischen Sakralbauten Italiens, dem Dom S. Maria Assunta mit seinem oktogonalen Baptisterium. Der Stadtpalast der Farnese, der Palazzo della Pilotta, beherbergt heute das Nationale Archäologiemuseum mit beachtlichen Marmorstatuen sowie die Gemäldegalerie; Besuch im Diözesanmuseum; Besichtigung des Doms und des Baptisteriums.

10. Tag: Abschied und Heimreise
Fahrt zum Flughafen Mailand-Linate: Rückflug nach Wien. (ca. 290 km)