Ravenna mit der Pfarre Hubertus und Mag. Anton Kalkbrenner

Gleich am Beginn dieser Busreise steht Padua, an dessen Universität schon Galileo lehrte und in dessen Kirchen unschätzbare Kunstwerke zu finden sind. Dann geht es weiter in die Emilia Romagna, in der Po-Ebene. Ravenna war am Ende des west-römischen Reiches sogar Hauptstadt des Imperiums. Römer, Ostgoten, Byzantiner und Langobarden hinterließen ein historisches Erbe, das die Region noch heute prägt und unverwechselbar macht.

1. Tag: Aufbruch und Ankommen
Frühe Fahrt von Wien nach Padua, Stadt des hl. Antonius, Giottos und Donatellos. Rundgang über Prato della Valle, dem drittgrößten Innenstadtplatz Europas mit Basilika des hl. Antonius Bronzeplastiken von Donatello (Hochaltar, Kruzifix und Standbild des Gattamelata). Hotelbezug für eine Nacht.

2. Tag: Auftakt in Venetien
Fortsetzung der Besichtigungen von Padua: Nach Möglichkeit Besichtigung der Scrovegni-Kapelle mit dem Fensterzyklus von Giotto (falls Zutritt möglich). Weiter zur benachbarten Chiesa degli Eremitani, mit Fresken von Andrea Mategna. Rundgang (bzw. Möglichkeit zur Fahrt mit der Straßenbahn) durch die sehenswerte Altstadt: Besuch in der Universität mit dem Lehrstuhl Galileos und im Palazzo della Ragione. Als Abschluss Besuch im Botanischen Garten, einem der ältesten wissenschaftlichen Gärten der Welt. Anschließend Weiterfahrt nach Ravenna: Hotelbezug in oder bei Ravenna (Lido) für sechs Nächte.

3. Tag: Alte Bildungsmetropole
Ausflug nach Bologna, Hauptstadt der Region Emilia-Romagna, Sitz eines Erzbischofs und Sitz der ersten Universität Europas: Gang über den farbenfrohen Fisch-, Fleisch-, Gemüse- und Obstmarkt; Gang über die Piazza Maggiore. Besuch des großen Komplexes von Santo Stefano mit der Nachbildung des Heiligen Grabes von Jerusalem; vorbei an den Torri Asinelli und Garisenda (zwei schiefe Türme) zur Kirche San Petronio mit den Fassadenreliefs von Jacopo della Quercia. Am Nachmittag Weiterfahrt nach Brisighella mit seinem einzigartigen Bogengang, der die bunt getünchten Palazzi im ersten Stock miteinander verbindet. Einst als Verteidigungsgang angelegt, nutzten die Einwohner die „Antica Via degli Asini" später als Zugang zu ihren Ställen. Im Ort Besichtigung des Ölmuseums unter freiem Himmel mit Olivenölverkostung. Rückkehr nach Ravenna.

4. Tag: Höhepunkte frühchristlicher Kunst
Ravenna: frühchristliche Basilika S. Vitale mit hervorragenden Mosaiken aus der Zeit Justinians; kleine Grabkapelle aus der Zeit der Kaiserin Galla Placidia mit den ältesten Mosaiken Ravennas; Baptisterium des Neon (der Orthodoxen); Baptisterium der Arianer. Gang durch die Innenstadt und Besuch des Mausoleum von Dante Alighieri: In dem kleinen Tempel neben der Kirche S.Francesco befindet sich der Sarkophag mit den sterblichen Überresten Dantes.

5. Tag: Strada del Sole?
Tagesausflug nach Rimini und Faenza
Sie denken zuerst an eine Themenverfehlung da Rimini am Programm steht: Synonym für (deutschen) Massentourismus. Trotzdem überraschen die römischen Reste der alten Stadt (Brücken, Bögen und Brunnen) und besonders das „Haus des Chirurgen". Besuch in der Kathedrale, dem „Tempio Malatestiano". Anschließend Fahrt nach Faenza, die den berühmten Tonwaren (Fayancen) den Namen gab. Rundgang durch das historische Zentrum, welches 2006 aufwendig restauriert wurde und Besuch im berühmten Keramik-Museum.

6. Tag: Sonntag in Ravenna
Fahrt ins Zentrum und Zeit für einen Gottesdienstbesuch. Danach weitere Besichtigungen in Ravenna: polygonales Grabmal des Ostgotenkönigs Theoderich; frühchristliche Basilika S. Apollinare in Classe; Kirche S. Apollinare Nuovo mit Mosaiken aus der „arianischen" Zeit des Gotenkönigs Theoderichs; Erzbischöfliches Museum mit dem berühmten Elfenbeinthron des Erzbischofs Maximian, ein Meisterwerk der frühchristlichen Elfenbeinschnitzerei.

7. Tag: Besuch bei Familie d‘Este
Tagesausflug nach Ferrara und Pomposa
Fahrt nach Ferrara, ehemals Familiensitz der d'Este mit gut erhaltenem Bebauungskonzept der Renaissance: Stadtspaziergang mit Besuch des Domes, des Palazzo Schifanoia: im ehemaligen Lustschloss der Familie d'Este wurde im 15 Jh. mit einem Freskenzyklus über die 12 Monate ausgeschmückt, wovon heute noch sieben erhalten sind. Besuch des ehemaligen jüdischen Ghettos. Weiterfahrt zur Abtei von Pomposa mit ihrem weithin sichtbaren Glockenturm, die bereits im 9. Jh. von Benediktiner-Mönchen gegründet wurde und im fruchtbaren Po-Delta liegt. Sie gilt als ein Meisterwerk der Romanik und wurde durch nach Jahrhunderten der Bedrohungen durch Hochwasser im 17. Jh. endgültig aufgehoben. Rückkehr nach Ravenna.

8. Tag: Abschied und Heimreise
Fahrt nach Chioggia und Rundgang durch die auch „Klein-Venedig" genannte Stadt. Anschließend längere Rückfahrt nach Wien.