GEORGIEN - Ostern im Land der Heiligen Nino

Studienreise

Georgien ist ein Land der Mythen. Schon in der Antike haben es die Griechen, für die hier der Rand der bewohnten Welt lag, in ihren mythologischen Kosmos einbezogen: mit der Argonautenfahrt nach Kolchis und Prometheus, den der Göttervater Zeus an einen kaukasischen Berggipfel gekettet haben soll. Doch auch jenseits der Mythologie haben die Georgier über die Jahrhunderte Aufsehen erregt, unter anderem mit ihrer Christianisierung im 4. Jh. durch eine Frau, die damit eine der ältesten Nationalkirchen mit einer ganz eigenen Architektur und Kunst begründete. Wir möchten Sie einladen, die weitgehend unbekannte Kultur sowie großartige Landschaften Georgiens zu entdecken. Ohne Hotelwechsel ist das Programm bewusst auf die orthodoxen Kar- und Ostertage abgestimmt, so dass die Möglichkeit besteht, neben den einmaligen kulturellen Schätzen Georgiens die Traditionen des georgisch-orthodoxen Osterfestes in ausgewählten Kirchen kennen zu lernen.

1. Tag: Flug durch die Nacht
Linienflug (Nachtflug) von Wien in Richtung Tbilissi.

2. Tag: Die Hauptstadt Georgiens
Ankunft in Tbilissi am frühen Morgen, Transfer zum Hotel und Bezug für acht Nächte. Zeit zum Ausruhen. Nach einem späten Frühstück Stadtbesichtigung. Alle interessanten Baudenkmäler der Altstadt liegen nahe zusammen, so dass diese leicht durch einen kurzen Spaziergang erreichbar sind. Zunächst Besichtigung der Altstadt mit der Metechi-Kirche (13. Jh.) und dem Blick auf den Fluss Mtkwari (Kura). Vorbei an den Schwefelbädern – die am Abend fakultativ besucht werden können – zur Synagoge und zur Sioni Kathedrale, in der das Weinrebenkreuz der hl. Nino – sie christianisierte Georgien – aufbewahrt wird. Weiter zur Antschis'chati-Kirche (6. Jh.), der ältesten Kirche der Stadt. Besuch der Schatzkammer im Historischen Museum (Goldschmiedekunst aus der Zeit des Goldenen Vlieses). Abendessen in einem Restaurant.

3. Tag: Wurzeln einer alten Kultur
Ausflug zur Höhlenstadt Uphlisziche (1. Jt. v. Chr.), durch die ein Zweig der sagenumwobenen Seidenstraße führte. Die Stadtstruktur mit mehreren Straßen, einem Theater und verschiedenen Palästen ist gut nachvollziehbar. Anschließend Fahrt nach Ateni: Besichtigung der Kirche aus dem 7. Jh. mit frühen Reliefs außen und Wandmalereien verschiedener Epochen im Inneren. Rückkehr nach Tbilissi: Besichtigung des Rustaveli-Theaters, ein prächtiges Gebäude im Barockstil aus dem 19. Jh. (ca. 185 km)

4. Tag: Fußwaschung am Gründonnerstag
Tbilissi: Der Katholikos-Patriarch Georgiens wäscht in Erinnerung an die Fußwaschung Jesu nach dem Morgengottesdienst in der Sameba-Kathedrale vor der Gemeinde 12 Priestern die Füße. Teilnahmemöglichkeit an der Liturgie. Anschließend Fahrt zum Panoramaberg und Besuch einer Werkstatt, wo uns die alte Technik der Goldschmiedekunst – Zellschmelztechnik bekannt gemacht wird.

5. Tag: Alte Hauptstadt am Karfreitag
Ausflug nach Mzcheta: Besichtigung der alten Hauptstadt und des religiösen Zentrums Georgiens (UNESCO-Weltkulturerbe) mit der Dschwari-Kirche (6./7.Jh.) und der Swetizchoveli-Kathedrale (11. Jh.), an deren Stelle sich nach einer Legende der Leibrock Christi befinden soll. Teilnahmemöglichkeit an der Liturgie der Kreuzabnahme und Grablege Christi in der Samtawro-Kirche. Nach einem kurzen Spaziergang erreichen wir die archäologische Stätte Bagineti und genießen einen schönen Blick auf die Stadt. Heute schauen Sie der Rotfärbung der Ostereier bei einer einheimischen Familie zu. (ca. 140 km)

6. Tag: Klöster und nächtliche Osterliturgie
Ausflug zum Höhlenklosterkomplex David Garedscha (6. Jh.) und nach Möglichkeit zu weiteren Klöstern in der Halbwüste. Um Mitternacht in Tbilissi Teilnahmemöglichkeit an der Ostergottesdienstliturgie in der Kaschweti-Kirche am Rustaweli Prospekt. (ca. 140 km)

7. Tag: Kachetien am Ostersonntag
Tbilissi: Nach dem Osterfrühstück Möglichkeit zum Besuch der kath. oder der ev.-luth. Kirche. Anschließend Ausflug nach Kachetien, das bekannte Weinanbaugebiet Georgiens. Wir besuchen das Nonnenkloster Bodbe, wo die hl. Nino begraben liegt. Danach kurzer Spaziergang durch die malerische Stadt Signagi. Weiterfahrt und Besuch eines Bauernhofes mit einem 300-jährigen Weinkeller, wo die Gäste in die georgische Weinherstellung und in die uralte Traditionen der Weinaufbewahrung eingeführt werden und aus dem „qwewri" (unterirdisch vergrabene Tonkrüge) 5-6-jährige Weine verkosten können. Spätes Mittagessen bei einer Bauernfamilie mit landestypischen Speisen und Wein. (ca. 230 km)

8. Tag: Im Kaukasusgebirge
Ausflug zur Wehrkirche Ananuri (17. Jh.), die durch die herrliche Lage am Stausee und wunderschöne Reliefs fasziniert. Weiterfahrt (abhängig von den Straßenverhältnissen) zu einem Aussichtspunkt in die höheren Lagen des Großen Kaukasus bis zum Kreuzpass. Rückfahrt nach Tbilissi: Bis zum Abendessen Zeit zur freien Verfügung. (ca. 180 km)

9. Tag: Abschied und Heimreise
Am frühen Morgen Transfer zum Flughafen. Rückflug nach Wien.