FRANKREICH: PROVENCE - Im Land des Lichts

Studienreise

Einen Garten Eden darf man jene uralte Kulturlandschaft nennen, die von strahlendem Licht erfüllt und von einem idealen Klima geprägt ist. Die Provence war schon in römischer Zeit, wie Plinius sagte, „mehr als eine Provinz, ein anderes Italien". Dieser üppige Landstrich vielseitiger Schönheit ist aber auch schon früh christlich geprägt worden, als Arles eine von Kaiser Konstantin bevorzugte Residenz war. Selbst die mittelalterlichen Bauten atmen hier noch den Geist der Antike und der mediterranen Welt. Im 19. und 20. Jahrhundert schließlich entdeckten die Maler erneut den Zauber dieser Landschaft und das „Licht der Provence". Marseille, Frankreichs älteste Stadt, hat sich in den letzten Jahren herausgeputzt und präsentiert heute mit Stolz, was sie zu bieten hat.

1. Tag: Aufbruch und Ankommen
Linienflug von Wien nach Marseille: Die legendäre Hafenstadt am Mittelmeer ist nicht nur die Hauptstadt der Provence – sie ist auch die älteste Stadt Frankreichs. Bereits die Griechen siedelten hier vor über 2.500 Jahren. Von der Kirche Nôtre Dame de la Garde werfen wir einen ersten Blick auf den Hafen und den Golf von Marseille. Danach schlendern wir durch die Gassen im alten Hafenviertel „Panier". Hotelbezug für drei Nächte.

2. Tag: Mediterrane Impressionen
Marseille: Möglichkeit zum Gottesdienstbesuch (nur beim 2. Reisetermin). In der alten Hafenfestung von Vauban besichtigen wir das großartige Museum der Mediterranen Zivilisation. Ausflug nach Cassis, einem idyllisch gelegenen kleinen Mittelmeerhafen: Von hier aus stechen wir in See und besichtigen per Boot die fjordartigen Küsteneinschnitte der Calanques. Bei einem Gang durch den Hafen lassen wir „die Seele baumeln".

3. Tag: Grab der Maria Magdalena
Ausflug in die östliche Provence nach St. Maximin-la-Sainte-Baume, wo der Überlieferung nach Maria Magdalena mit Martha und Lazarus nach ihrer Flucht aus dem Heiligen Land dreißig Jahre lang gelebt haben. In der Basilika Sainte-Madeleine soll sich das Grab der Maria Magdalena befinden. Danach kleine Wanderung (ca. 1 Std.) zu der einer Steilwand des Gebirgszuges Chaine de la Sainte-Baume gelegenen Grotte, wo sich Maria Magdalena die meiste Zeit in Abgeschiedenheit aufgehalten haben soll: Dort evtl. Führung durch einen Bruder. Weiter geht's zur ehemaligen Zisterzienserabtei Le Thoronet, eine der drei „provençalischen Schwestern", deren reine, klare Architektur beispielhaft für den Geist von Cîteaux ist. Rückkehr über Aubagne nach Marseilles.

4. Tag: Französische Lebensart in Aix
Fahrt nach Aix-en-Provence: Wir schlendern durch die Altstadt auf schattigen Plätzen und unter großen Platanen über großzügige Boulevards - wie der berühmte Cours Mirabeau, auf dem der Vater des Malers Cézanne einen Hutladen betrieb. Auch ein Blick in die Kathedrale mit ihrem romanischen Kreuzgang darf nicht fehlen. Besuch im Atelier Cézannes, in dem ein bedeutender Teil seines Spätwerks entstand. Im Musée Granet begegnen uns einige Werke des Malers im Original. Hotelbezug in Arles für fünf Nächte.

5. Tag: Römisches und Romanisches
Ausflug nach Nîmes, wo uns das eindrucksvolle Amphitheater und das „Maison Carrée", einer der am besten erhaltenen Tempel auf dem Gebiet des römisches Reiches, beeindrucken werden. In St. Gilles, einst Sammelort der Jakobspilger, sehen wir die Abteikirche mit berühmter Dreitorfassade, romanischen Skulpturen und weitläufiger Krypta. Besuch in Les-Saintes-Maries-de-la-Mer, dem Hauptort der Camargue, der vor allem als Wallfahrtsort der Gitanes (hauptsächlich Roma) zur „Schwarzen Sarah", ihrer Schutzpatronin, bekannt geworden ist.

6. Tag: Kleinode der Sakralkunst
Arles: Gang durch die Altstadt zur Kathedrale St-Trophime mit hervorragend restauriertem, reich skulptiertem Westportal und Kreuzgang mit Skulpturenschmuck; Les Alyscamps, frühchristliche Pilgerstätte am ehemaligen römischen Friedhof, Gang zu Chor und Turm der Märtyrerkirche St-Honorat; Besuch im Museum für frühchristliche Kunst mit eindrucksvollen Sarkophagen. Danach Ausflug nach Beaucaire zum gallo-romanischen Weinkeller "Mas gallo-romain des Tourelles" mit Weinprobe, Salzgebäck und Oliven.

7. Tag: Kirchen, Klöster, Minnesang
Ausflug nach Montmajour, einer ehemaligen Abtei mit Kirche Notre-Dame, Kreuzgang und Wehrturm. Weiter zur kaum besuchten romanischen Kapelle St-Gabriel: Westfassade mit ungewöhnlichem Skulpturenreichtum. Das einmalig, auf einem Felsen gelegene Dorf Les Baux-de-Provence ist bekannt durch Troubadour-Dichtung und Minnesang. In St. Remy, dem römischen Glanum, Gang durch die eindrucksvollen Ausgrabungen und Besuch im Kloster St-Paul-de-Mausole, wo van Gogh in der psychiatrischen Klinik untergebracht war, mit einem der schönsten romanischen Kreuzgänge der Provence.

8. Tag: Päpste und Klöster
Ausflug nach Avignon: Möglichkeit zum Gottesdienstbesuch (nur beim 1. Reisetermin); wir sehen den Papstpalast, die St-Bénézet-Brücke und genießen den Ausblick vom Rocher des Doms. Kleine Wanderung (wahlweise Busfahrt) nach Senanque, der berühmten Zisterzienserabtei inmitten von Lavendelfeldern. Weiter geht's nach Gordes, ein mittelalterliches Städtchen mit großartigem Panorama über den Luberon. (ca. 170 km)

9. Tag: Abschied und Heimreise
Rückflug von Marseille (ca. 70 km) über Frankfurt/M. nach Wien