DEUTSCHLAND: Auf den Spuren der Hl. Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen ist eine der großen Frauengestalten des Mittelalters. Auf dieser Reise wollen wir Ihnen die Orte ihres Lebens und Wirkens zeigen. Heute ist die Hl. Hildegard für Arzneien, Kochrezepte und die besondere Wirkung von Edelsteinen bekannt. Im Mittelalter jedoch galt die große Äbtissin sogar als Prophetin. Man nannte die wohl größte Mystikerin Deutschlands ehrfurchtsvoll „Tischgenossin Gottes”. Hildegard war Künstlerin und Wissenschaftlerin, Mystikerin und Ärztin, Dichterin und politisch engagiert, dennoch von zartem und gebrechlichem Wesen und dies in einer von Männern dominierten Welt. Viele der einst bedeutendsten Stätten wurden im Laufe der Jahrhunderte komplett zerstört. Der Disibodenberg, das Kloster, in dem für Hildegard alles angefangen hat, ist allerdings immer noch eine romantische Ruinenanlage. Und gegen den Wein dieser Gegend hatte auch Hildegard nicht viel einzuwenden. Sie hielt ihn für gesünder als das Wasser. Auf unserer Fahrt werden wir uns auch den landschaftlichen Schönheiten des Rheingaus widmen.

Auf einen Blick

  • Faszination Hildegard - Leben und Wirken der heiligen Hildegard
  • Kräuter-Medizin der Benediktinerinnen
  • Schifffahrt am Rhein und zur „Loreley“
  • Standortreise ohne Hotelwechsel

Reiseverlauf

1. Tag: Aufbrechen und Ankommen
Längere Busfahrt (Abfahrt um 07.00 Uhr) mit Pausen von Wien Hauptbahnhof über Regensburg (kurze Halt - Möglichkeit zur Mittagspause) nach Bingen, das wegen seiner strategisch günstigen Lage schon von den Römern geschätzt wurde. Danach Hotelbezug für fünf Nächte in Bad Kreuznach. (ca. 800 km)
(Zustiegsmöglichkeiten entlang der Route auf Anfrage möglich).

2. Tag: „Hildegard-Land“
Fahrt zum Disibodenberg, wo Hildegard als Jugendliche in Klausur bei einem Benediktinerkloster war. Diese Zeit hat sie stark geprägt. Weiter durch die landschaftlich sehr schöne Deutsche Edelsteinstraße erinnert an die edelsteinkundige Frau und führt uns nach Idar-Oberstein: Möglichkeit zum Aufstieg zur Felsenkirche („Obersteiner Altar“) und Besichtigung. Besuch des Deutschen Edelsteinmuseums in Idar und einer Edelsteinschleiferei („Historische Weiherschleife“). Abstecher nach Meisenheim mit seinen mittelalterlichen Mauern, Türmen und Toren, der prächtigen spätgotischen Schlosskirche und den romantischen Gässchen. Rückkehr zum Hotel. (ca. 150 km).

3. Tag: Kräuter-Medizin
Fähr-Überfahrt nach Rüdesheim-Eibingen: Besichtigung der Pfarrkirche Eibingen mit dem Schrein der Hl. Hildegard; Besuch in der Abtei St. Hildegard und Vortrag einer Benediktinerin über Hildegard von Bingen; Teilnahme an der Mittagshore, anschließend Möglichkeit zu einem Mittagsimbiß. Anschließend Fahrt nach Bingen: Besuch der Basilika St. Martin und des Museums am Strom mit dem Hildegarten. Weiter zur St. Rochus-Kapelle, eine Wallfahrtskirche die schon Johann Wolfgang von Goethe besuchte, und die Teil des UNESCO-Welterbes ist. Rückkehr zum Hotel. (ca. 100 km).

4. Tag: Kaiserliche Pfalzen / Ausflug nach Mainz
Mainz war schon zu Lebzeiten von Hildegard von Bingen das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Gebiets. Da die von ihr gegründeten Klöster am Rupertsberg und in Eibingen den Erzbischöfen von Mainz zugehörig waren, aber auch als politisch interessierte und engagierte Frau war Hildegard öfter in Mainz. Besichtigung der Neuen Synagoge, des Doms sowie der Kirche St. Stephan (Glasfenster von Marc Chagall). Weiterfahrt nach Ingelheim, das eine der Pfalzen des Kaisers war. Rundgang durch die Ruinen, in denen Hildegard vermutlich Friedrich Barbarossa getroffen hat. Rückkehr zum Hotel. (ca. 90 km)

5. Tag: Schifffahrt am Rhein
Zweiter Ausflug ins „Hildegard-Land“: Um 09.30 Uhr Abfahrt mit einem Ausflugsschiff am Rhein, vorbei an der „Loreley“, nach Koblenz, das ebenfalls schon zu Römerzeiten eine wichtige Rolle spielte („Confluentes“, der Zusammenfluss von Rhein und Mosel): Stadtrundgang mit Besichtigung der romanischen Basilika St. Kastor, der ältesten Kirche der Stadt am Rhein nahe dem "Deutschen Eck", und der prachtvollen Liebfrauenkirche. Besuch der Benediktinerabtei Maria Laach. In Maria Laach verbinden sich in einzigartiger Weise Landschaft und Kultur, Gottes Schöpfung und die Gestaltungskraft der Menschen. Die Laacher Kirche, in der seit Jahrhunderten das Lob Gottes verkündet wird, ist die Seele dieses Ortes. Möglichkeit zum Besuch der Vesper. Voraussichtlich spätere Rückkehr zum Hotel per Bus. (ca. 200 km)

6. Tag: Abschied und Heimreise
Fahrt zum Kloster Maulbronn, das Hildegard noch im hohen Alter besucht hat, und eine vollständig erhaltene mittelalterliche Klosteranlage zeigt. Längere Busfahrt (mit Pausen) zurück nach Wien. (ca. 800 km).