Ostern am Kaukasus

ARMENIEN - GEORGIEN

Studienreise zu Ostern

Schon im Jahr 301 wurde in Armenien das Christentum zur Staatsreligion. Die Armenier sind stolz auf ihre „armenisch-apostolische" Kirche. Georgien hat ebenfalls seit ältesten Zeiten eine selbstständige (autokephale) Landeskirche und ist gleichzeitig ein Land von großer landschaftlicher Schönheit. Die isolierte Lage in den Kaukasustälern führte früh zur Ausbildung einer eigenständigen Kirchenkunst und -architektur. Die Reise ist bewusst auf die armenisch-apostolischen Kar- und Ostertage abgestimmt, so dass die Möglichkeit besteht, die österlichen Gottesdienste und Bräuche Armeniens kennen zu lernen.

Auf einen Blick

  • Teilnahmemöglichkeit an armenisch-apostolischen Ostergottesdiensten
  • Lauschen Sie den Klängen eines Duduk-Spielers
  • Die Glanzpunkte Georgiens
  • Weinverkostung in Kachetien

Reiseverlauf

1. Tag: Aufbruch
Linienflug (Nachtflug) von Wien in Richtung Armenien.

2. Tag: Erste Hauptstadteindrücke
Am frühen Morgen Ankunft in der Hauptstadt Armeniens, Jerewan: Hotelbezug für fünf Nächte. Nach einer Ruhepause und einem späten Frühstück erkunden wir die armenische Hauptstadt. Orientierende Stadtrundfahrt vorbei an "Radio Eriwan" und mit Halt an der Aussichtplattform sowie am Fuß der Kaskade mit herrlichen Blicken auf die Stadt. Bei einer Kaffeepause in einem schattigen Garten wir lauschen den Klängen eines Duduk-Spielers: Die Duduk ist das meist aus Aprikosenholz gefertigte Nationalinstrument Armeniens. Das Handschriften-Museum Matenadaran zeigt einmalige Beispiele der armenischen Buchmalerei.

3. Tag: Gründonnerstag
Fahrt in den Süden Armeniens zum von Felsen umgebenen Kloster Norawank (13. Jh.) mit bemerkenswerten Reliefs. Weiter geht's nach Khor Virap, wo Gregor der Erleuchter aufgrund seines Bekenntnisses zum christlichen Glauben 15 Jahre lang in einer "tiefen" Grube gefangen gehalten worden war, bevor er zum Missionar Armeniens wurde: Einzigartiger Ausblick auf den jenseits der türkischen Grenze liegenden "heiligen Berg" der Armenier, den Ararat. Außerdem wohnen wir hier dem Ritus der Fußwaschung bei. In Jerewan am Abend Teilnahmemöglichkeit am Ritus der Lichtlöschung in der Kathedrale "Grigor Lusavoritsch" (Gregor der Erleuchter), die 2001 zum 1.700. Jahrestag der Christianisierung Armeniens eingeweiht wurde, eine Feierlichkeit, die bis zum frühen Morgen dauern kann. (ca. 245 km)

4. Tag: Karfreitag
Der Besuch an der Genozid-Gedenkstätte Tsitsernakaberd thematisiert den Völkermord und die Vertreibung des armenischen Volkes. Fahrt nach Mastara: großer Tetrakonchos mit beeindruckender Kuppel. In Talin Besuch der Kathedrale (Kuppelhalle mit Seitenapsiden aus dem 7. Jh.), der Marienkirche, ein kleiner kreuzförmiger Monokonchos und zahlreiche Grabmonumente aus dem 5.- 8. Jh. In Arutsch: Palastkirche, ein Kuppelsaal von beeindruckender Größe mit Freskenresten in der Apsiskalotte; Palastanlage mit Resten einer kleineren Vorgängerkirche und Grabstelen aus dem 6.-8. Jh.; Karawanserei. Möglichkeit zur Teilnahme an der feierlichen Karfreitagsliturgie nach dem armenisch-apostolischen Ritus in der Kleinstadt Aschtarak. (ca. 140 km)

5. Tag: Karsamstag
Jerewan: Wir beginnen mit einem Besuch im Historischen Museum. Vorbei am Dorf Mussa Ler, in dem die Überlebenden des durch Franz Werfel berühmt gewordenen Zufluchtsbergs Mussa Dagh angesiedelt wurden, Fahrt zur imposanten Ruine der ersten armenischen Rundkirche Zvartnoz (UNESCO-Weltkulturerbe) und zur Kirche Surb Hripsimé, einem Meisterwerk der klassischen armenischen Baukunst. In Etschmiadzin, dem Sitz des armenischen Katholikos und religiösen Zentrum des armenischen Volkes, Möglichkeit zur Teilnahme an der armenisch-apostolischen Auferstehungsliturgie in der Hauptkathedrale (UNESCO-Weltkulturerbe). (ca. 40 km)

6. Tag: Ostersonntag
Ausflug zum Höhlenkloster Geghard, eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten Armeniens. Möglichkeit zur Teilnahme am Ostergottesdienst. Anschließend besuchen Sie Garni, das wegen des einzigen im Kaukasus erhalten gebliebenen hellenistischen Tempels berühmt ist. Zurück in Jerewan besuchen Sie die Vernissage, den bunten Flohmarkt mit Ständen einheimischer Künstler und Kunsthandwerker. Abendessen mit Folklore. (ca. 80 km)

7. Tag: Blaue Perle Armeniens
Fahrt zum malerisch im Hochgebirge gelegenen Sewansee, die "blaue Perle Armeniens": Besuch des Sewanklosters auf der Halbinsel, die als Verbannungsort des armenischen Adels diente. Weiter geht's zum Kloster Goshavank, wo sich der vielleicht schönste Kreuzstein des Landes befindet. Das inmitten eines dichten Waldes gelegene Kloster Haghartsin beeindruckt mit einem sehr schönen Refektorium. Hotelbezug in Dilijan für eine Nacht. (ca. 155 km)

8. Tag: Kirchen und Klöster
Zunächst besuchen wir die einzigartige Basilika Odzun. Anschließend geht’s zum Kloster Haghbat (UNESCO-Weltkulturerbe), das mit seinem Allerlöser-Kreuzstein im Mittelalter zu einem beliebten Wallfahrtsort wurde. Nach einem Mittagessen geht es über die georgische Grenze bei Sadakhlo nach Tbilissi, die Hauptstadt Georgiens: Hotelbezug für zwei Nächte. (ca. 205 km)

9. Tag: In der Hauptstadt Tbilissi
Stadtbesichtigung in Tbilissi: Alle interessanten Baudenkmäler in der Altstadt liegen nahe zusammen, so dass diese leicht durch einen Spaziergang erreichbar sind. Gang durch die Altstadt mit Metechi-Kirche und Blick auf den Fluss Mtkwari (Kura). Vorbei an den Schwefelbädern zur Sioni-Kathedrale, in der das Weinrebenkreuz der hl. Nino aufbewahrt wird. Die Antschis'chati-Kirche ist die älteste Kirche der Stadt. Die Schatzkammer des Nationalmuseums beherbergt Goldschmiedekunst aus der Zeit des Goldenen Vlieses. Mit der Zahnradbahn Fahrt auf den ca. 750 m hohen Hausberg Mtatsminda, herrlicher Panoramablick auf die Stadt. Abendessen in einem traditionellen Restaurant.

10. Tag: Religiöses Zentrum und Kaukasus
Fahrt nach Mzcheta, der alten Hauptstadt und religiöses Zentrum Georgiens (UNESCO-Welterbe): Sie besuchen die Swetizchoveli-Kathedrale (11. Jh.), in der sich der Leibrock Christi befinden soll, und die Dschwari-Kirche (6. Jh.) oberhalb der Stadt. Anschließend Besuch der Wehrkirche Ananuri (17. Jh) am Jinvali See. Durch ein landschaftlich sehr reizvolles Gebiet fahren wir auf der georgischen Heerstraße in höhere Lagen des Großen Kaukasus zum Skiort Gudauri: Hotelbezug für zwei Nächte. (ca. 130 km)

11. Tag: Im Hochgebirge
Ausflug entlang des Flusses Tergi und mit Blick auf hochalpine Landschaften in die von Bergen umgebene Ortschaft Stephantsminda. Von dort Möglichkeit einer Wanderung (3 ½ St., teilweise unbefestigter Weg) zu der auf 2.170 m gelegenen Dreifaltigkeitskirche von Gergeti. Alternativ und gegen Aufpreis wird dieser einmalige Ausflug mit geländegängigen Fahrzeugen durchgeführt. Wenn das Wetter mitspielt, hat man einen wunderbaren Blick auf einen der höchsten vergletscherten Berge im Kaukasus – den Kasbeg (5.047 m).

12. Tag: Höhlenstadt
Zurück über die Heerstraße und entlang der alten Seidenstraße gelangen wir nach Gori, Geburtsstadt Stalins: Außenbesichtigung seines Geburtshauses. Besuch der Höhlenstadt Uplisziche (1. Jt v. Ch.), durch die ein Zweig der sagenumwobenen Seidenstraße führte. Schließlich fahren wir in die Imeriti-Provinz nach West-Georgien, dem „Land des Goldenen Vlieses“, nach Kutaissi, der zweitgrößten Stadt Georgiens: Hotelbezug für eine Nacht. (ca. 330 km)

13. Tag: Hauptstadt der Kolchis und blauer Engel
In Kutaissi Besuch der Ruine der Bagrati-Kathedrale (11. Jh.) und des nahe gelegenen Gelati Klosterkomplexes (12. Jh.), sowie der dazugehörigen Akademie (UNESCO-Weltkulturerbe). Fahrt zu der mitten im Wald gelegenen Kinzwisi-Kirche* mit wunderschönen, lapislazuliblauen Wandmalereien, unter ihnen der berühmte „Engel von Kwinzwisi“ (ca. 15 min zu Fuß vom Parkplatz). Fahrt nach Tbilissi und Hotelbezug für zwei Nächte. (ca. 270 km)
(*Frauen müssen einen langen Rock oder ein langes Kleid, Männer eine lange Hose tragen)

14. Tag: Weinbauland
Heute unternehmen wir einen Ausflug nach Kachetien - das bekannteste Weinanbaugebiet Georgiens. Wir besuchen das Grab der hl. Nino im Kloster von Bodbe (4. Jh.) und spazieren durch die Stadt Signagi (17. Jh.) mit Ihrer Doppelmauer und 28 Türmen. Auf dem Rückweg nach Tblissi Besuch eines Weinkellers, wo Sie traditionell hergestellten Bio-Wein und den georgischen Tresterbrand Chacha verkosten. (ca. 220 km)

15. Tag: Heimreise
Frühe Fahrt zum Flughafen Tbilissi und Rückflug nach Wien.